Main-Kinzig

Kein Hospital zu viel im Main-Kinzig-Kreis

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Der Landrat des Main-Kinzig-Kreises widerspricht der Bertelsmann-Studie zum Thema Krankenhäuser.

Landrat Thorsten Stolz widerspricht der jüngsten Bertelsmann-Studie zur bundesweiten Halbierung der Zahl der Krankenhäuser. Mit weniger und größeren Häusern ließe sich eine höhere medizinische und pflegerische Qualität erzielen, so das Fazit der Studie. „Wir brauchen eine medizinische Versorgungslandschaft, die sowohl die qualitativ starke Basisversorgung in der Fläche als auch die hochspezialisierte Behandlung ermöglicht“, notiert Stolz, der zugleich Aufsichtsratschef der Main-Kinzig-Kliniken ist.

Eine Diskussion, die sich nur darum drehe, welche Standorte nun dichtgemacht werden, gehe völlig an den Bedürfnissen der Menschen, aber auch an der tatsächlichen Situation in vielen Teilen des Landes vorbei.

Eine Steigerung der Qualität sei ein guter Ansatz. Allerdings würden die Aspekte Erreichbarkeit, Nähe und schneller Zugang und somit Kliniken als Teil der Heimat keinesfalls berücksichtigt. Diese seien jedoch in der Altersmedizin wichtige Aspekte, so Stolz. Für die Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen und Schlüchtern seien zukunftsorientierte und vorbildliche Strukturen entwickelt worden. Der Kreis habe in den Ausbau rund 75 Millionen Euro investiert. Stolz fordert den Bund auf, die bürokratische Anforderungen für Ärzte und Pflegende zu senken.

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