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Freiheitsplatz

Hoffen auf ein offenes Zentrum

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
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Was halten die Einzelhändler in der Hanauer Innenstadt von den neuen Pläne für den Freiheitsplatz? FR-Mitarbeiterin Pamela Dörhöfer hat sich umgehört.

"Hoffentlich werden alle Geschäfte von außen zugänglich sein, und hoffentlich bleibt es bei einem offenen Konzept“, sagt Edgar Lülow. Die neue Entwicklung am Freiheitsplatz, wo der Investor HBB nun auch das Karstadt-Barthel-Areal bebauen und somit eine Verkaufsfläche von rund 25000 Quadratmetern entstehen wird, sieht der Vorsitzende des Hanauer Einzelhandelsverbandes mit gemischten Gefühlen.

Grundsätzlich, so Lülow gegenüber der Frankfurter Rundschau, habe er „Sorge“, dass die ursprünglichen Ziele des Wettbewerblichen Dialogs – die Neugestaltung der Innenstadt – „aufgeweicht werden und sich nun fast alles auf Einzelhandel konzentriert“. Als uneingeschränkt positiv bewertet er hingegen die „Wiederbelebung“ der leer stehenden Karstadt-Immobilie.

Der gestern erstmals präsentierte Entwurf wirft für Lülow allerdings einige Fragen auf: „Ich sehe, dass die beiden Gebäude im ersten Obergeschoss durch eine Brücke verbunden sind. Das wirkt für mich dann doch wieder wie eine Mall. Es sollte auf jeden Fall ein extrovertiertes Konzept bleiben, so wie es versprochen worden ist.“ Schade findet der Geschäftsmann, Inhaber von „Spielwaren Brachmann“ in der Rosenstraße, dass sich der Baukomplex komplett auf der westlichen Seite konzentriert – weil so die historische Folge von fünf Plätzen entlang einer Achse nicht erhalten bleibt.

Ob er als Einzelhändler die Konkurrenz der neuen Geschäfte fürchte? „25000 Quadratmeter sind natürlich unheimlich viel Fläche“, sagt Lülow. Grundsätzlich beobachtet er die deutschlandweite Entwicklung mit Skepsis, „dass stetig die Verkaufsflächen wachsen und wir Händler zusätzlich immer mehr Konkurrenz durch das Internet bekommen“. Lülow hofft daher, dass ins Einkaufszentrum keine große Drogeriekette mit vielen Spielwaren im Sortiment kommen wird.

Schlechte Karten für 1-b-Lage

Und er setzt darauf, dass die Lage in der Rosenstraße auch nach der Eröffnung der Centers so gut bleibt wie bisher. Die Zukunft anderer Adressen wie der Salz-, Krämer- oder Langstraße, die bereits jetzt eher als 1b einzustufen sind, sieht er weniger rosig: „Sie könnten abgehängt werden.“

Bei Optiker Gotthard Klassert, Vorsitzender des Hanau Marketing Vereins, überwiegt die Freude: „Ich bin froh, dass alles in Händen der HBB und somit aus einem Guss bleibt. Gut finde ich die Verlegung der Tiefgarage. Das wird die Situation am Busbahnhof entzerren und hoffentlich einen Teil der Bäume erhalten.“

Die künftige 25000-Quadratmeter-Verkaufsfläche am Freiheitsplatz schrecken den Ladenbesitzer aus der Rosenstraße nicht: „Das bereitet mir keine Sorge.“ Wichtig für die Zukunft der Einkaufsstadt Hanau erscheinen ihm die architektonische Qualität des Zentrums und dessen Ladenbesatz: „Wir brauchen guten Handel und gute Gastronomie“, sagt Klassert und nennt als Beispiel „MyZeil“ in Frankfurt: „Das hat einen guten Mix.“

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