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„Höhnische Antwort“

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In der Auseinandersetzung um eine Umwandlung der Tümpelgartenschule in eine Integrierte Gesamtschule bleiben die Fronten verhärtet.

Aktuell artikulieren SPD und Grüne „völliges Unverständnis“ für die Antworten von Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten für den Main-Kinzig-Kreis, Heinz Lotz, und des bildungspolitischen Sprechers der Grünen, Mathias Wagner.

Zweifel an Zahlen der Stadt

Beide hinterfragten darin die Gründe, die Henzler aufgeführt hatte, als sie die von der Stadt Hanau geplante Umwandlung der bisherigen Grund-, Haupt- und Realschule Anfang März ablehnte. Unter anderem bezweifelte die Ministerin die von der Kommune prognostizierten Schülerzahlen – und somit, dass überhaupt ein Bedarf für eine zweite Integrierte Gesamtschule in Hanau existiere.

In ihrer Antwort an Lotz und Wagner bleibt Henzler bei ihrer Haltung. So erklärt sie, die Angaben der Stadt, neue Wohngebiete erforderten mehr Plätze an Integrierten Gesamtschulen, beruhten „auf Annahmen“. Ein „tatsächlicher Bedarf“ werde dadurch nicht bestätigt. Allerdings räumt Henzler ein, „anderslautende Zahlen“ als die der Stadt Hanau lägen auch nicht vor.

Gleichwohl geht die Kultusministerin von einer „hinreichenden Kapazität“ an der Lindenauschule, der bislang einzigen Integrierten Gesamtschule in Hanau, aus – und sieht deshalb, auch die „Wahlfreiheit der Eltern“ gewährleistet. Grüne und SPD sind anderer Ansicht.

Außerdem betont die Ministerin: Das „erkennbare Elterninteresse“ werde „stets berücksichtigt“. Eine Aussage, die Lotz und Wagner als „geradezu höhnisch“ empfinden: „Wenn das stimmen würde, hätte Frau Henzler den von der Schulgemeinde und dem Schulträger gestellten Antrag schon zu diesem Schuljahr zustimmen müssen.“ ( pam?)

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