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Ein Totenkopf mit Flügeln ist das Symbol der Motorradgang Hells Angels.
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Ein Totenkopf mit Flügeln ist das Symbol der Motorradgang Hells Angels.

Hells Angels

Hells Angels feiern Geburtstag

  • Gregor Haschnik
    VonGregor Haschnik
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Ein Treffen der Hells Angels im Maintaler Stadtteil Dörnigheim versetzt die Polizei in Alarmbereitschaft. Mehrere Hundert Rocker sollen am Wochenende anreisen.

Ein Treffen der Hells Angels im Maintaler Stadtteil Dörnigheim versetzt die Polizei in Alarmbereitschaft. Mehrere Hundert Rocker sollen am Wochenende anreisen.

Mehrere Hundert Hells Angels aus ganz Deutschland und anderen europäischen Ländern werden am Wochenende im Clubhaus der Rocker in Maintal-Dörnigheim erwartet. Die Hells Angels Hanau feiern ihr zehnjähriges Bestehen und haben unter anderem Hells Angels aus Gummersbach und Siegen eingeladen.

Die Polizei ist in Alarmbereitschaft. Bundesweit werden Mitgliedern des Rocker- und Motorradclubs unter anderem Totschlag, Drogenhandel und Schutzgelderpressung vorgeworfen. „In Maintal findet am Samstag eine Anniversary Party statt“, bestätigt Henry Faltin, Sprecher des Polizeipräsidiums Südosthessen. Da es sich um eine private Veranstaltung handelt, musste sie nicht bei der Stadt Maintal angemeldet werden. Die Polizei werde „lageangepasst Maßnahmen treffen“. Polizeisprecher Faltin gab keine weiteren Informationen, aus taktischen Gründen, und um den Hells Angels „keine Bühne zu bieten“. Veranstaltungen wie die Anniversary Party dienen häufig der Image-Pflege. Die Rocker inszenieren sich als harte, aber ehrenwerte und feierfreudige Motorrad-Romantiker.

Gerichtsurteil erwartet

Die Hanauer Gruppe ist laut Polizei noch nicht auffällig geworden. Darüber, ob einzelne Mitglieder straffällig geworden sind, machte Faltin keine Angaben.

Das Treffen in Dörnigheim findet in einer Zeit statt, in der die Hells Angels im Fokus stehen: Am heutigen Donnerstag entscheidet der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel womöglich, ob das Verbot zweier Frankfurter Ortsgruppen, sogenannter Charter, rechtmäßig war. Innenminister Boris Rhein (CDU) hatte Ende September 2011 die Gruppen „Westend“ und „Frankfurt“ verboten. Er wirft ihnen Gewalttaten, Prostitution, Drogen- und Menschenhandel vor. Bei einer Durchsuchung der Clubräume im November 2011 hatte die Polizei nach eigenen Angaben Beweismittel sichergestellt. Die Rockergruppen halten das Verbot für unrechtmäßig. Die Folgen des Urteils dürften bei der Rockerfeier in Maintal zur Debatte stehen.

Seit dem Jahr 2009 haben die Hells Angels ihr Clubhaus im Dörnigheimer Gewerbegebiet, an der Ecke Industriestraße/Am spitzen Sand, wo sie nach Geschäftsschluss weitgehend unbeobachtet sind. Nach Angaben eines Vertreters der Stadt war dort vorher eine Textilfirma. Daher mussten die Rocker eine Nutzungsänderung beim Bauordnungsamt des Kreises beantragen. Das Amt stimmte der Nutzung für den „Handel mit gebrauchten Motorrädern“ zu, ebenso wie die Stadt Maintal. „Wir hatten keine triftigen Gründe, um die Zustimmung zu verweigern“, sagt der städtische Mitarbeiter.

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