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Eine skurrile Gesellschaft hat der Comedian Jörg Jara um sich versammelt.
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Eine skurrile Gesellschaft hat der Comedian Jörg Jara um sich versammelt.

Kleinkunst-Reihe

Heiter durch den Herbst

Musik, Lesung und politisches Kabarett: Die Kleinkunstreihe „Kult(o)ur“ tritt an gegen trübe Stimmung. Neben den kleineren Cafés Amadeo und Central treten die Künstler dieses Jahr erstmals auch in Stein's Tivoli auf. Dort gibt es 188 Sitzplätze.

Von Anne Lorenc

Die Tage werden trüber, aber deshalb müssen sie nicht trist sein. Mit dem Herbst-/Winterprogramm der Kleinkunstreihe „Kult(o)ur setzt die Stadt Hanau im 28. Jahr Akzente für Lebensfreude. Bis zum Jahresende sind noch an zehn Terminen Einzelkünstler und Ensembles zu Gast, die ihr Publikum mit Comedy und Kabarett, Musik und Tanz, vor allem aber höherem Blödsinn unterhalten. Spielstätten sind das Café Amadeo in der Nürnberger Straße, das Café Central am Marktplatz und neuerdings Stein´s Tivoli, das Theater am Freiheitsplatz.

Bernd Michel vom städtischen Fachbereich Kultur organisiert die Reihe seit zehn Jahren und hält ständig Ausschau nach geeigneten Künstlern. Etwa die Hälfte seien „Wiederholungstäter“, wie er sagt, die in Hanau ihre Fangemeinde haben. Der begnadete Sarkastiker Moritz Netenjakob gehört dazu, Jörg Jara mit seinen durchgeknallten Puppen oder Markus Grimm, dessen Ein-Mann-Weihnachtsgeschichte nach Charles Dickens seit Jahren zu den Rennern der Reihe gehört.

Mit diesen drei Künstlern wagt Bernd Michel ein Experiment. Weil deren Vorstellungen in den relativ kleinen Cafés Amadeo und Central stets ausverkauft waren, treten sie diesmal in Stein´s Tivoli auf. Das Theater mit 188 Plätzen bietet laut Michel eine gute Möglichkeit, „mal auszuprobieren, wie die Künstler in einer großen Spielstätte funktionieren.“

Näher zum Publikum

Zu groß sollten sie aber auch nicht sein, denn der Organisator hatte vor zehn Jahren die Reihe, die ja der Kleinkunst gewidmet ist, aus den Sälen im Comoedienhaus und Congress Park Hanau in die Cafés in der Innenstadt geholt, „näher ans Publikum“. Das sei auch eine Herausforderung für die Künstler, merkt Michel an: „Wenn der nächste Besucher einen Meter vor einem sitzt . . .“. Gerade für unbekannte Größen sei der Hautkontakt zum Publikum eine Prüfung, berichtet Bernd Michel.

Er lege Wert darauf, dass etwa die Hälfte der Künstler neu in Hanau sind. „Dabei gehen wir das Wagnis ein, auch mal einen Chansonabend mit einer Sängerin anzubieten, die kein Mensch kennt – und wenn sie zwei Jahre später wiederkommt, ist der Laden voll“, beschreibt Michel seine Erfahrungen. Wichtig sei, dass die Künstler ins Konzept und zu den üblichen Nutzern der Cafés passen. Comedy und Kabarett für eher junges Publikum platziere er ins Café Central. Das gerne von älteren Semestern besuchte Amadeo eigne sich gut für Politisches Kabarett, Musik oder Lesungen.

Und das neu hinzu gewonnene Tivoli sei ideal für bewährte Renner. Nicht zuletzt aber müssten die Künstler bereit sein, sich auf die „begrenzten Gagen“ einzulassen. Denn obwohl die dritte Spielstätte hinzukam, bleibt der städtische Zuschuss gleich. Dennoch ist die Reihe bei Künstlern beliebt. Auf der alljährlichen Kleinkunst-Börse in Freiburg wird Michel mit Angeboten eingedeckt. Und Agenturen schicken ihm Bewerbungen frei Haus.

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