Hanau

Vom Hans auf der Bohnenranke

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Das Hessische Puppen- und Spielzeugmuseum in Wilhelmsbad eröffnet am Sonntag, 28. August, einen Sonderausstellung zur Geschichte „Hans und die Bohnenranke“.

Manch Kind wird den Reim gehört oder gelesen haben: „Fee! Fie! Foe! Fum! / Ich rieche Menschenfleisch / Sei es am Leben oder tot / Ich zermalm seine Knochen und mach daraus Brot.“ Das Hessische Puppen- und Spielzeugmuseum in Wilhelmsbad eröffnet am Sonntag, 28. August, einen Sonderausstellung zur Geschichte „Hans und die Bohnenranke“, die 1890 der Australier Joseph Jacobs in seiner Sammlung zu englischen Märchen veröffentlichte.

Die Geschichte um den aus ärmlichen Verhältnissen stammenden Hans, der eines Tages von einem Fremden fünf Zauberbohnen geschenkt bekommt, diese einpflanzt und die am nächsten Morgen bis zu den Wolken emporschießen, ins Reich eines Riesen, hat eine Vielzahl von Kinderbuchillustratoren inspiriert. Eine davon heißt Nina Töwe-Heitmüller. Ihrer Bebilderung von Hans, der die Bohnenranke zu den Riesen hochklettert, wird in der Ausstellung zu sehen sein.

Die 1971 in Hamburg geborene Töwe entdeckt ihr zeichnerisches Talent im Alter von drei Jahren – an der Wand ihres Kinderzimmers, heißt es. 1990 studierte sie Illustration mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendbuch unter anderem bei Rüdiger Stoye. Überdies lernte sie Kupferdruck bei Hartmut Frielinghaus.

„Hans und die Bohnenranke“ brachte Nina Töwe-Heitmüller 2012 im Verlag Minedition heraus. Für das Bilderbuch erhielt sie 2013 den Nachwuchspreis Märchenwelten der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendbuchliteratur.

Töwe-Heitmüller setzt die Geschichte mit realistischen und phantastischen Figuren um. Während Hans und seine Mutter realistisch dargestellt werden, erscheint der Riese als animalisches Wesen, dessen Gestalt aus verschiedenen Tieren besteht, ähnlich einer Allegorie von Sandro Botticelli. Mit kräftigen, Lebendigkeit versprühende Farben gibt Töwe-Heitmüller ihren auch surreal wirkenden Illustrationen einen kindhaften Charme, denn die Geschichte um den Hans und seine Bohnen ist schon grausig genug.

„Hans und die Bohnenranke“, Illustrationen von Nina Töwe-Heitmüller, 28. August bis Ende Oktober, Puppen- und Spielzeugmuseum Wilhelmsbad, Öffnungszeiten dienstags bis freitags von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr, am Wochenende durchgängig.

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