Das Modell der Skulptur von Maja Thommen.
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Das Modell der Skulptur von Maja Thommen.

Hanau

Zuschlag für „Flussgott“ in Hanau

  • Jochen Dietz
    vonJochen Dietz
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Die Skulptur von Maja Thommen wird in Steinheim zur Erinnerung an 700 Jahre Stadtrechte vor der Kulturhalle aufgestellt.

Auf dem neu gestalteten Platz vor der Steinheimer Kulturhalle soll er von November 2020 an seinen Platz finden: der „Flussgott“ der Schweizer Künstlerin Maja Thommen. Sie hat laut Mitteilung der Verwaltung mit ihrer Bronzeskulptur den Wettbewerb für das Denkmal anlässlich „700 Jahre Stadtrechte Steinheim“ gewonnen.

Thommen habe nicht nur die Fachjury aus überwiegend Steinheimer Institutionen überzeugt, sondern auch den Ortsbeirat und nach zwei Infoveranstaltungen im Schloss Steinheim auch den Magistrat. Das real fast zwei Meter hohe Denkmal vergüte die Stadt Hanau mit 30 000 Euro brutto.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) freut sich laut der Mitteilung, dass eine Frau bei einem Wettbewerb zum Zuge kam. „Im öffentlichen Raum sind Kunstwerke von Frauen leider noch eine Seltenheit“, sagt er. Mit dem bronzenen „Flussgott“ zeige Hanau einmal mehr, sich „mit ungewöhnlicher Kunst im öffentlichen Raum abzuheben vom zunehmenden gestalterischen Einerlei vieler Innenstädte“.

Das habe schon für die Katase-Skulptur auf dem Kurt-Blaum-Platz und das Oppenheim-Denkmal auf dem Freiheitsplatz gegolten, das nach dem Nationaldenkmal der Brüder Grimm mittlerweile zum „wohl beliebtesten Selfie-Motiv“ in Hanau geworden sei.

Nicht zu vergessen sei dabei auch der Märchenpfad mit elf künstlerisch gestalteten Figuren. „Das alles gibt Hanaus Innenstadt das gewisse unverwechselbare Etwas, auf das wir stolz sein können“, findet der OB in der Mitteilung.

Der „Flussgott“ trägt ein Basaltstück mit den Turmzinnen des Steinheimer Schlosses in der Hand. „Als lebhafte und freundliche Präsenz wird die Skulptur sich als zeitlose Identifikationsfigur schnell in das Stadtbild einfügen“, ist die Künstlerin Maja Thommen überzeugt.

Der „Flussgott“ werde ohne Sockel direkt auf dem Pflaster verankert und sei damit wie Moritz Daniel Oppenheim auf dem Freiheitsplatz in der Innenstadt „nah bei den Menschen“. Insgesamt hatten sich 18 Bildhauer und Bildhauerinnen aus ganz Deutschland und dem nahen Ausland auf die Ausschreibung zum Stadtrechte-Denkmal beworben. Fünf kamen in die engere Wahl und haben der Jury ihre Modelle vorgestellt. 

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