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Nachfolge

Zeichenakademie sucht Leitung

  • Detlef Sundermann
    vonDetlef Sundermann
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Hanau Erste Ausschreibung der Stelle muss nach einem Gerichtsentscheid wiederholt werden.

Vor fast zwei Jahren ging Gabriele Jahns-Duttenhöfer als Direktorin der Staatlichen Zeichenakademie nach zehn Jahren an der Spitze der Institution, die zu den ältesten in Europa zählt, in den Ruhestand. Eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger konnte das Hessische Kulturministerium bislang nicht berufen. Die Stelle musste zwei Mal ausgeschrieben werden. Gestern endete die Frist für die zweite Bewerbungsrunde.

Die 1772 von Hanauer Regenten Erbprinz Wilhelm IX. gegründete Schule für Gold- und Silberschmiede gilt nicht als „vermintes Terrain“ oder als Baustelle, die Kandidat:innen für den Direktor:innenposten reihenweise abschreckt. Das Gegenteil ist der Fall. Die staatliche Fachschule mit ihren vielen Werkstätten wurde zu Zeiten Jahns-Duttenhöfers komplett erneuert sowie um Unterrichtsräume, Bibliothek und Mensa erweitert, um den angehenden Schmuckgestalter:innen die besten Lernbedingungen zu bieten. 2012 wurde die damals gegründete Brüder-Grimm-Akademie für Designmanagement und Produktgestaltung der Zeichenakademie angeschlossen.

Warum eine zweite Stellenausschreibung nötig wurde, dazu äußert man sich in Wiesbaden mit der bei einem Bewerbungsverfahren üblichen gebotenen Zurückhaltung. „Das erste Verfahren war Gegenstand eines längeren juristischen Verfahrens“, heißt es aus dem Innenministerium auf FR-Anfrage. Ob es hierbei um die Ausschreibung, das Verfahren oder Bewerber:innen gegen Bewerber:innen ging, dazu macht das Ministerium keine Angaben. Nach Klärung durch das Gericht schrieb das zuständige Staatliche Schulamt Lahn-Dill Ende November den Posten erneut aus, mit nahezu identischem Text, wie es heißt.

Über die Zahl der eingegangenen Bewerbungen herrscht Stillschweigen. Es könnten in den nächsten Tagen noch Unterlagen eintreffen, wenn sie denn als Poststempel den 25. Januar 2021 trügen. Ein Geheimnis bleibt vorerst auch, ob der stellvertretende Schulleiter, Benjamin Pfister, seinen Hut in den Ring geworfen hat. Schon zur ersten Ausschreibung äußerte sich der ansonsten eloquente Schweizer aus „dienstlichen Gründen“ nicht.

Mit einer schnellen Entscheidung ist nicht zu rechnen – zumindest nicht vor den Sommerferien –, heißt es aus Wiesbaden. Man sieht sich auch nicht unter Zeitdruck. Denn die Leitung der Schule sei mit dem seit 2002 amtierenden stellvertretenden Schulleiter sichergestellt.

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