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Bis zu 1500 Personen zu gleichen Zeit sind auf dem Hanauer Weihnachtsmarkt erlaubt.
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Bis zu 1500 Personen zu gleichen Zeit sind auf dem Hanauer Weihnachtsmarkt erlaubt. rolf oeser

Weihnachtsmarkt

„Wir sind froh über jeden Tag“

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Hanau: Weihnachtsmarkt wird trotz strenger Auflagen angenommen. Allerdings wird weniger Umsatz erwartet.

Bitte zeigen Sie ihren Status, ob geimpft, genesen oder getestet, und ein amtliches Dokument mit Ihrem Foto“, empfängt der Security-Mitarbeiter die Besucher im freundlichen Ton. Wer weder das eine noch das andere vorlegen kann, dem bleibt nur die Rolle als Zaungast, der dem Treiben auf dem Weihnachtsmarkt hinter der Absperrung zuschaut. Zeitweilig kann dies auch für Gäste gelten, die zu einer gut besuchten Tageszeit kommen. Nur bis zu 1500 Personen dürfen sich in der Budenstadt gleichzeitig aufhalten. Maske auf, heißt es auf dem Areal hingegen nur bei dichter Ansammlung. Und eine weitere Auffälligkeit des Marktes: ein Gedränge oder Geschiebe durch die Gassen gibt es nahe zu nicht.

„Im Vergleich zu den Vor-Corona-Jahren herrscht ein gedämpfter Betrieb. Es ist jedoch entspannend, nicht Schulter an Schulter am Imbiss zu stehen“, sagt James Wanchik mit einem Lächeln. Der Amerikaner, der vor 30 Jahren mit der US-Army kam, hat keinen Weihnachtsmarkt in Hanau ausgelassen, bereits am Eröffnungstag war er mit seiner Frau dort. Er verspüre wegen des Ausfalls im Vorjahr ein bisschen Nachholbedarf, sagt er.

MÄRKTE

Der Weihnachtsmarkt besteht bis 22. Dezember und befindet sich auf dem Marktplatz. Es gilt die 3G-Regel. Öffnungszeit ist täglich von 11-21 Uhr.

Der Künstlerweihnachtsmarkt „Wintergold“ befindet sich im Fronhof am Schlossplatz, donnerstags und freitags von 15-21 Uhr, samstags ab 11 Uhr, sonntags bis 19 Uhr. Auch dort gilt begrenzter Einlass und 3G .

Den haben auch am 1,5 Meter entfernten Stehtisch ein älteres Ehepaar aus Gelnhausen. „Wir sind wegen des Wochenmarktes hier, aber auch wegen des Weihnachtsmarktes“, sagen die beiden, die ihren Namen nicht in der Zeitung sehen möchten. „Hanau hat eine gute Lösung gefunden“, heißt es. Dass die Stadt Gelnhausen ihren Weihnachtsmarkt kurz vor Beginn abgeblasen hat, stößt hingegen auf Kritik. „Das war nicht richtig“, bemerkt er. „Die Standbetreiber hatten doch schon alles eingekauft. Man hätte die Standorte für die Buden nur entzerren müssen. Platz gibt es in der Innenstadt genug. Die Beschicker hätten somit eine Perspektive gehabt“, sagt die Frau.

Dass die Leute kommen und Essen, Trinken und Dinge zum Dekorieren oder Verschenken kaufen, daran gab es am Samstagnachmittag auf dem Hanauer Weihnachtsmarkt keinen Zweifel. Gleichwohl müssen sich die Budenbetreiber allein ob der Einlassbegrenzung beim Umsatz bescheiden geben. Und, „auf den Weihnachtsmarkt verlagerte Firmenfeiern oder größere Gruppen wie sonst die Jahre gibt es nicht“, sagt Veronika Hollenbach. Sie ist ein Spross der gleichnamigen, alten Hanauer Schaustellerfamilie, die den Markt seit rund 50 Jahren bestückt. Die ersten Tage seien zudem „verhalten angelaufen“, bemerkt sie. Für ihren Getränkeausschank habe sie daher nicht die übliche Teamstärke eingeplant, auch weil die Kosten wie Standgeld in unveränderter Höhe seien. Meckern will Hollenbach dennoch nicht. 2020 sei ein schlimmes Jahr gewesen. „Jetzt sind wir froh über jeden Tag, an dem wir unser Geschäft öffnen können“, sagt sie.

Um den Weihnachtsmarkt unter den Pandemierestriktionen stattfinden lassen zu können, war neben der Zugangskontrollen und -begrenzung auch ein lockerer Aufbau des Budendorfs nötig geworden, so dass rechnerisch pro Besucher 2,5 Quadratmeter Verkehrfläche besteht. Dass es im Vergleich zu Vor-Corona nun zehn Ständen weniger sind, ist nicht zu merken. Alles, was den Markt in den Vorjahren ausmachte, ist auch diesmal vertreten, 65 Stände samt Kinderkarussell und historisches Riesenrad. Zur Unterhaltung wird ein tägliches Bühnenprogramm geboten, wenngleich stark reduziert. Die Stadt teilte auf Anfrage mit, von den angeschriebenen Beschickern habe keiner, der sich zurückgemeldet habe, eine Absage erhalten.

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