Hanau

Weniger Miete zahlen in Hanau

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Die städtische Baugesellschaft in Hanau gewährt Härtefällen Nachlass bis einschließlich September.

In begründeten Härtefällen erlässt die städtische Baugesellschaft wegen der Corona-Krise ihren Mietern bis zu maximal 35 Prozent der Kaltmiete, wenn sie von Kurzarbeit oder Entlassung betroffen sind. Das teilte die Stadtverwaltung am Donnerstag mit.

Das könne bei entsprechendem Nachweis für April bis einschließlich September gelten. Ein mehrköpfiges Expertengremium der Baugesellschaft entscheide darüber und orientiere sich zum einen am Mietereinkommen der vergangenen drei Monate, zum anderen an der Maximalmiete.

„Jeder Einzelfall wird gesondert geprüft und gewertet“, so Geschäftsführer Jens Gottwald in der Mitteilung.

Mieterinnen und Mieter, die einen Teilerlass beanspruchen wollen, müssen den Einkommens- oder Umsatznachweis von Januar bis März, einen schriftlichen Nachweis über eine Corona-bedingte Kündigung, unbezahlten Urlaub oder Kurzarbeit nachweisen. Und zwar für die gesamte Dauer der geforderten Hilfe. Weitere Nachweise, die einen Härtefall begründen, seien wünschenswert, aber keine Pflicht.

Zudem zieht die Baugesellschaft in die Entscheidung über einen Erlass die Dauer des Mietverhältnisses heran.

Damit sollte den Menschen in Zeiten der Krise eine Hilfe vermittelt werden, um sei ein Stück weit wirtschaftlich zu entlasten. „Wir wollen damit ein partnerschaftliches Zeichen an unsere Mieterinnen und Mieter senden und häuslichen Spannungen ein wenig vorbeugen“, sagt Gottwald dazu aus.

Mieterhöhungen habe die Baugesellschaft Hanau bereits ausgeschlossen. Auch auf Räumungsklagen und Kündigungen werde verzichtet.  

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