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Auch Ausstechformen für Plätzchen gibt es zu kaufen.

Hanau

Weihnachtsmarkt mit einigen Änderungen in Hanau

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In diesem Jahr gibt es auf dem Weihnachtsmarkt in Hanau keinen Riesenadventskalender, dafür kann man sonntags die Stadtbücherei besuchen. Die Eröffnung erfolgt am Freitag.

In diesem Jahr wird auf dem großen Weihnachtsmarkt im Stadtzentrum mit seit Jahren gepflegten Gewohntheiten gebrochen. Dass die Beschicker des Wochenmarktes bis kurz vor Heiligabend die Hoheit über ihr angestammtes Terrain, den Marktplatz unter dem Grimm-Denkmal, an die Kollegen mit den Imbiss-, Kerzen-, Wollsachen-, Glühwein- und mit sonst-noch-was bestückten Buden abtreten müssen, gehört nicht dazu. Die Marketender schlagen wie immer in der Adventszeit mittwochs und samstags ihre Stände auf dem gut hundert Meter entfernten Freiheitsplatz auf - kaufpublikumnah am Zentralen Omnibusbahnhof.

Doch anders als in vorherigen Jahren bildet diesmal kein als Adventskalender umdekoriertes historisches Rathaus – laut Stadt soll es der größte Hessens sein - die Kulisse beim Glühwein- und Bratwurstkonsum. Auch der Künstlerweihnachtsmarkt im Foyer des Gebäudes war einmal, und damit auch die Gelegenheit, bei frostigen Temperaturen dort Zuflucht in Wärme zu finden, beim Flanieren entlang der Stände, etwa mit Schmuck- und Keramikkunst. Die Ursache des diesjährigen Dilemmas lässt sich schon von weiten ausmachen, am Gerüst. Das historische Rathaus wird von unten bis oben saniert. Die Arbeiten sollen gut vorankommen. Das Dach ist bereits wieder mit mehr als 6000 Schieferplatten gedeckt, und der goldene Schwan, Hanaus Wappentier, ziert wieder die Turmspitze, aber dennoch: In diesem Jahr fallen die beiden großen Weihnachtsbäume und die 24 Adventbilder, um die es anfangs auch einmal ein Eklat gab, in den hohen Fenstern aus. Die Kunsthandwerker erhalten für ihre 17 Stände das Kulturforum am Freiheitsplatz als Ausweichquartier.

Der Markt
Der Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz dauert vom 29. November bis 22. Dezember und ist jeweils von 11 bis 21 Uhr geöffnet.

Der Künstlermarkt im Kulturforum, Freiheitsplatz, hat immer von 10 bis 20 Uhr, samstags von 11 bis 20 Uhr und sonntags von 12 bis 20 Uhr offen.

An den Adventwochenenden gibt es zudem Weihnachtsmärkte in den Stadtteilen. Den Auftakt machen Steinheim auf dem Schlosshof, Kesselstadt an der Reinhardskirche und Klein-Auheim im Radwerk. Infos zu allen Stadtteil-Weihnachtsmärkten online unter www.hanau.de.

Damit tut sich eine weitere Neuerung auf, die vielleicht auch Weihnachtsmarktmuffel am Sonntagnachmittag in die Innenstadt lockt: Die Stadtbibliothek im Kulturforum ist geöffnet. Ob des Selbstbuchersystems muss nicht vor Ort in Büchern oder Zeitschriften geschmökert werden, auch ausleihen und Medien zurückgeben soll möglich sein. Im Lesecafé wird sogar ein kleines Kulturprogramm geboten.

Eröffnet wird der Weihnachtsmarkt am Freitag, 29. November, 18 Uhr, von Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) auf der Marktplatzbühne, begleitet wird dies von Musik und Chorgesang. Laut Stadt wird der Markt mit 75 Verkaufs- und Gastronomiebuden bestückt sein. Erstmals dabei ist eine Hundebäckerei. Wie das Handwerk zu verstehen ist, lässt die Mitteilung offen. Klarer geht es bei den Fahrgeschäften zu, Märchenbahn, Karussell und das nostalgische kleine Riesenrad - eben die Klassiker in Hanau.

Seit acht Jahren sind die vier Wochen auch für sozial engagierte Organisationen und Vereine ein wichtiger Termin. Sie teilen sich im Wechsel Hütten, um ihre Arbeit vorzustellen und durch den Verkauf etwa von Kerzen oder Waffeln zusätzlich Geld für Hilfsprojekte zu erhalten, etwa die Lebenshilfe oder Stadtmission. Zudem betreiben die 14 Serviceclubs in Hanau eine Benefizhütte, in der täglich Eintopf und Suppe, gespendet von Lokalen, gegen einen Betrag geboten werden. Was an welchen Tagen kredenzt wird, steht unter www. gemeinsamfuerhanau.de. Das Geld geht in diesem Jahr an den Hanauer Verein Straßenengel, der sich um Obdachlose kümmert, im Vereinshaus am Nordbahnhof und in der Stadt.

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