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Schön bunt sind nur die Marktschirme vor dem Rathaus.
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Schön bunt sind nur die Marktschirme vor dem Rathaus.

Hanau unter dem Rettungsschirm

Der Wandel kommt

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Die Adolf-Schwab-Musikschule soll in Zukunft nicht mehr städtisch sein. Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) begründet dies mit dem Sparkurs der Stadt. Doch der Unterricht soll weitergehen wie bisher. Ein Trägerverein könnte die Schule übernehmen.

Die Steinheimer Adolf-Schwab-Musikschule steht vor Veränderungen. Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) hat es dieser Tage verkündet. Künftig soll sie nicht mehr unter dem Attribut städtisch laufen. Der OB begründet dies mit dem harten Sparkurs der Stadt. Die Musikschule könne unter einem Trägerverein weiterlaufen oder in der Paul-Hindemith-Musikschule aufgehen, beschrieb Kaminsky die Optionen.

„Entscheidend ist zuletzt nicht die Organisationsform, sondern dass es weiterhin ein Angebot in Steinheim gibt, damit Eltern und Kinder kurze Wege haben“, sagt Ortsvorsteher Klaus Romeis (CDU) auf Anfrage der FR. 1973 ist die Musikschule gegründet worden, die seinerzeit von dem pensionierten Grundschuldirektor Adolf Schwab ehrenamtlich geleitet worden ist. Beim Zusammenschluss mit Hanau im Zuge der Gebietsreform habe Hanau die Musikschule als städtische Einrichtung aufgenommen. Ob dies in einem Auseinandersetzungsvertrag festgeschrieben worden ist, ist aus Sicht von Romeis heute nicht mehr einfach zu nachzuprüfen. Die Steinheimer CDU will nun mit einem Antrag zum Haushalt 2014/15 die Existenz der Musikschule sichern.

Trägerverein als realistische Lösung

Einen Trägerverein hält Kulturbeauftragter Klaus Remer als durchaus praktikable Lösung. „Es ist nicht das erste Mal, dass eine städtische Einrichtung von einem Trägerverein übernommen wird“, sagt er. Als Beispiel nennt er das Olof-Palme-Haus, das die Stadt aus Geldmangel 1995 verkaufen wollte und das von engagierten Bürgern mit einem Förderverein davor bewahrt wurde. Ein solches Potenzial sieht Remer auch in Steinheim. „Die Steinheimer haben eine enge Bindung zur ihrer Adolf-Schwab-Musikschule, auch wegen der Konzerte im Stadtteil.“

Das Thema liegt schon bei dem neuen Fachbereichsleiter Kultur, Martin Hoppe, auf dem Tisch. Eltern und Schüler müssten sich keine Sorgen machen, „alles geht erst einmal so weiter wie bisher“, sagt er. Auch Anmeldungen sind möglich. Einen Termin für die Privatisierung gebe es nicht. „Es wird ein fließender Prozess sein.“ Bald werde es Gespräche geben – auch mit der Paul-Hindemith-Schule. Mit einer Integration oder Kooperation ließen sich Doppelstrukturen vermeiden etwa in der Verwaltung.

Die 40 Jahre alte Abmachung zwischen Hanau und Steinheim könne nicht ewig gelten. Es müsse auch geprüft werden dürfen, ob es sinnvoll sei, zwei Musikschulen in der Stadt zu haben. Hierbei solle jedoch nicht der Unterrichtsort in Steinheim in Frage gestellt werden, so Hoppe.

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