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Warnstreik im Offenbacher Büsingpark.

Hanau

Verdi ruft zum Arbeitskampf auf

  • Jonas Nonnenmann
    vonJonas Nonnenmann
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Bestreikt werden in Hanau unter anderem die Kindertagesstätten, das Klinikum und die Müllabfuhr. Die Streikenden sammeln sich laut Verdi an vier Stellen in der Stadt und laufen dann zum Marktplatz.

Der Landesbezirk Hessen der Gewerkschaft Verdi ruft für den heutigen Freitag die Beschäftigten der Stadt Hanau zum ganztägigen Warnstreik auf. Bestreikt werden laut Stadt alle städtischen Ämter, Fachbereiche und Eigenbetriebe – darunter die Kindertagesstätten, das Klinikum und die Müllabfuhr.

Bürger müssen sich auf Ausfälle und Verkehrsbehinderungen einstellen. Unter anderem im Klinikum müssen Patienten wohl mit längeren Wartezeiten rechnen.

Die Notfallversorgung sowie die Versorgung der stationären Patienten sei aber sichergestellt, heißt es vonseiten der Stadt. Auch beim Bürgerservice Innenstadt kann es zu Verzögerungen kommen; bereits vereinbarte Termine sollen eingehalten werden. Das Heinrich-Fischer-Bad bleibt am Freitag geschlossen, das Lindenaubad ist wegen Sanierungsarbeiten ohnehin nicht in Betrieb. Mülltonnen werden am Freitag nicht geleert. Die Abfuhr werde auch nicht nachgeholt, heißt es vonseiten der Verwaltung.

Betroffene könnten sich aber ab Montag, 19.Oktober, 10 Uhr, einen roten „Streiksack“ für Restmüll abholen, der bei der nächsten Leerung dazu gestellt werden kann. Die Säcke können unter anderem Stadtladen im Rathaus und auf dem Wertstoffhof in der Daimlerstraße 5 abgeholt werden. Papierabfälle lassen sich in den im Stadtgebiet aufgestellten öffentlichen Papiercontainern entsorgen.

Die Streikenden sammeln sich laut Verdi gegen 8.45 Uhr an vier Stellen in der Stadt und laufen dann zum Marktplatz, wo um 10 Uhr eine gemeinsame Kundgebung stattfindet. „In Zeiten von Corona wägen wir die Mittel des Arbeitskampfes ganz besonders sensibel ab“, sagt der Landesfachbereichsleiter Gemeinden von Verdi Hessen, Tom Winhold. Die Warnstreiks seien das Ergebnis der „sturen Haltung“ der kommunalen Arbeitgeber. Verdi fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent beziehungsweise um einen Mindestbetrag von 150 Euro monatlich.

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