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Sportlehrer müssen für den Schwimmunterricht ihre Rettungsfähigkeit nachweisen können. (Symbolbild)
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Sportlehrer müssen für den Schwimmunterricht ihre Rettungsfähigkeit nachweisen können. (Symbolbild)

Hanau Schule

Turnen ersetzt Schwimmen

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Sportlehrer müssen ihre Rettungsfähigkeit nachweisen, um in der Schule Schwimmunterricht geben zu dürfen. Am Schulzentrum Hessen-Homburg sind zwei Lehrer für die Prüfung angemeldet. Solange es nicht genug Lehrer mit der Erlaubnis gibt, wird Personal umgeschichtet oder geturnt statt geschwommen.

Voraussichtlich auch an manchen Schulen in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis muss der Schwimmunterricht vorerst auf dem Trockenen stattfinden. Nach einer im Dezember in Kraft getretene Neufassung einer Verordnung des Hessischen Kultusministeriums über die Aufsicht von Schülern dürfen jetzt nur noch solche Lehrkräfte das Schwimmen beibringen, die ihre Rettungsfähigkeit nachweisen können. Diese lässt sich mit dem Rettungsabzeichen in Bronze belegen. Die Prüfung darf nicht länger als fünf Jahre zurückliegen und muss alle fünf Jahre aufgefrischt werden.

Am Schulzentrum Hessen-Homburg sind zwei Sportlehrer für die Prüfung bei der DLRG angemeldet, berichtet Vize-Schulleiter Heinz Armbrüster. Zurzeit stehe Schwimmen aber nicht auf den Stundenplänen. Das gute Angebot in der Sporthalle etwa mit der Kletterwand und vom Alpenverein eingewiesenen Pädagogen kompensiere dies.

„Wir sind weiter in der Lage, Schwimmen anzubieten“, sagt Michael Herkert, Fachsprecher Sport an der Lindenauschule. Hierzu sei beim pädagogischen Personal umdisponiert worden. Kollegen mit einem gültigen Nachweis der Rettungsfähigkeit übernähmen nunmehr die Kurse, bis weitere Sportlehrer nachgeschult seien.

Am Karl-Rehbein-Gymnasium sieht Schulleiter Jürgen Scheuermann keine Einschränkungen. Die Rettungsfähigkeit der Lehrer für die Wassersportarten sei auf aktuellem Stand. Schon allein aus dem Grund, weil jeder Schüler in der sechsten Klasse mal im Ruderboot auf dem Main sitze, erklärt Scheuermann. Weder an dieser noch an anderen befragten Schulen ist es in der Vergangenheit zu einem Unfall beim Wassersport gekommen. Thorsten Reus, Präsident des DLRG Hessen, sagt auf Anfrage, mit der Verordnung sei aus einem Soll bei der Rettungsfähigkeit ein Muss geworden. Die DLRG habe mit der Lehrerfortbildungsstelle eine Nachschulung bei den 200 DLRG-Ortsverbänden vereinbart. „Die Nachfrage ist im Moment hoch“, so Reus. Unter Kollegen herrsche etwas Panik. Der DLRG-Präsident hätte sich daher in der Verordnung eine Übergangsfrist bis zum Sommer gewünscht.

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