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Der Hanauer Hafen   ist mit einem beachtlichen Schüttgutumschlag ein Aktivposten der Stadtwerke.
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Der Hanauer Hafen ist mit einem beachtlichen Schüttgutumschlag ein Aktivposten der Stadtwerke.

Beteiligungsholding Hanau

Trotz Krisenjahr geringere Verluste

Zwar ist die Lage nicht rosig, aber es hätte alles viel schlimmer kommen können: So lautet die Kurzformel dessen, was die politische und die wirtschaftliche Führung der Beteiligungsholding Hanau (BHG) zur aktuellen Bilanz zu sagen weiß.

Von Alexander Polaschek

Wie erwartet ist das Geflecht der städtischen Firmen unterm Strich defizitär. Aber gemessen an den erschwerten Bedingungen eines Krisenjahres sei das Ergebnis für 2009 doch zufriedenstellend, sagte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) am Donnerstag bei der Präsentation der Zahlen.

Das kommunale Wirtschaften bei den Stadtwerken, im Klinikum, bei der Baugesellschaft und zahlreichen weiteren Firmen summiert sich gebündelt bei der Dachgesellschaft BHG auf 441,5 Millionen Euro. Dass angesichts eines Verlustes von 5,2 Millionen Euro keine Trübsal aufkommt, liegt daran, dass das Minus gegenüber 2008 um 0,6 Millionen verringert wurde.

Bei anhaltend mieser Bilanz wie 2008 wäre die Holding „nach sieben Jahren pleite“, hatte Geschäftsführer Roland Laig vor Jahresfrist vorgerechnet. Jetzt könnte es schon für ein paar Wochen länger reichen. Doch das Ziel ist natürlich viel höher gesteckt, wie Kaminsky und ein halbes Dutzend Geschäftsführer im Congress Park Hanau – selbst mit einer Million Euro im Soll – versicherten. „Es muss zu weiteren Verbesserungen im Ergebnis kommen“, proklamierte der OB. Das gilt besonders für die Stadtwerke, von Haus aus der Goldesel schlechthin, doch zusehends von Verstopfung heimgesucht. Gerade mal 120000 Euro Gewinn gab es diesmal für die Holding abzugreifen, nicht genug um die 2,1 Millionen Mindestgewinnabführung an die Partnerin Mainova zu bestreiten.

Die Bäder fressen mit drei Millionen Minus auf, was Energieverkauf und Hafen abwerfen. Fürs Ego und die Außenwirkung der Versorger bei den Kunden sei es schädlich, wenn sie derart schuldlos mit Baden gehen, haben die Spitzen erkannt. Deshalb sollen die teuren Becken bald in eine eigene Firma ausgegliedert werden.

Die Versorgungssparte zeigt sich allerdings ebenfalls problembehaftet. Die Krise ließ den Stromabsatz bei den industriellen Kunden drastisch einbrechen, wie Geschäftsführer Ewald Desch vorrechnete. Schlimm daran: Die Stadtwerke mussten für die hohen Kontingente bezahlen, die sie längerfristig gebucht hatten. Das Konzept „SWH 2012“, eine nicht näher erklärte „Kunden-, Effizienz- und Wachstumsinitiative“ soll auf die Erfolgsspur zurückführen.

Glänzen könnte derweil heute schon das Klinikum, nach etlichen defizitären Jahren mit einem ausgeglichenen Ergebnis, wenn man die 2,6 Millionen Euro Renten-Rückstellung beiseite lässt. Eine lobende Erwähnung hat sich auch die Hanauer Straßenbahn verdient. Ihr Defizit beläuft sich auf nur 4,1 Millionen Euro. Vor vier Jahren waren es noch drei Millionen Miese mehr. Die Fahrgastzahl stieg von 9,7 auf rund elf Millionen. Die Anstregungen um Service, Pünktlichkeit und schnelle Verbindungen zahlten sich aus, erklärt Geschäftsführer Michael Takatsch. Aufwärts geht es auch bei der Baugesellschaft mit gut einer Million Euro Gewinn.

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