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Hanau

Therapiebad droht das Aus

  • Detlef Sundermann
    vonDetlef Sundermann
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Das letzte Becken für ärztlich verordnete Wasserbehandlungen weit und breit wird von der Vereinte Martin Luther und Althanauer Hospital Stiftung Hanau nicht mehr weiterbetrieben. Doch es gibt Hoffnung.

Dass die Vereinte Martin Luther und Althanauer Hospital Stiftung Hanau (VMLS) das Therapiebad in ihrer Altenwohn- und pflegeeinrichtung in der Martin-Luther-Anlage schließt, wäre für die Öffentlichkeit an sich kaum eine Notiz wert, wenn das kleine Becken nicht von der Turngemeinde Hanau (TGH), der Rheumaliga Hessen sowie verschiedener Reha-Sport- und Wassergymnastikgruppen genutzt würde. Die VMLS verhandelt mit einem potenziellen Nachfolger.

Das Bad werde von den Bewohner:innen im eigenen Haus kaum noch genutzt, heißt es von der VMLS. Das jährliche Defizit in Höhe von 180 000 Euro sei daher nicht mehr zu rechtfertigen. Ende des Jahres werde die Stiftung das Bad nicht weiterbetreiben. Allen externen Nutzern sei bereits das Mietverhältnis gekündigt worden, heißt es. Wegen der Corona-Auflagen ist das Bad jedoch schon jetzt geschlossen.

Ratlosigkeit herrscht bei dem wohl größten Mieter, der TGH. In der Lehrgangsdauer von zehn bis 15 Wochen nehmen rund 170 Babys und Kleinkinder am Schwimmunterricht teilt, der samstags in drei Gruppe gehalten werde, heißt es.

Die Nachfrage sei sehr hoch, die Wartezeit betrage zwei Jahre. Der Unterricht wird seit Bestehen des Therapiebades angeboten. Der Verein schätze das Angebot der Stadt, auf eines der städtischen Bäder auszuweichen, das sei jedoch keine wirkliche Lösung, so die TGH. Im Therapiebad herrscht 32 Grad Wassertemperatur, das Wasser sei chlorfrei und der Geräuschpegel für die Babys verträglicher, lautet die Begründung.

„Für uns wäre die Schließung eine ganz große Katastrophe“, heißt es von der Rheumaliga Hessen. Damit würde eines der letzten Therapiebäder in der Region für ärztlich verordnete Wassertherapien wegfallen. In den meisten Stadtbädern sei das Wasser zu kalt. Dort wo die Temperatur passe, gebe es für die Gruppen keine Zeitfenster mehr. Auch sei den Erkrankten ob ihres Leidens keine lange Fahrzeit zuzumuten, heißt es.

Laut der Hanauer Stiftung besteht für die Nutzer Hoffnung. Es laufen Gespräche mit einem privaten Betreiber, dessen Name noch nicht genannt wird. Mit dem möglichen neuen Betreiber sei vereinbart, dass er, so der Vertrag zustande komme, allen jetzigen Mietern die weitere Nutzung anbieten wird, teilt die VMLS auf Anfrage mit. Zu welchen Konditionen sie dort weiterhin ihr Angebot offerieren können, ist noch unbekannt.

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