Hanau

Streit um die Schließung

  • Jochen Dietz
    vonJochen Dietz
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Ordnungsdezernent Thomas Morlock (FDP) weist die Kritik der CDU an der Schließung des Schlossparks Philippsruhe in Hanau ab 20 Uhr zurück.

Ordnungsdezernent Thomas Morlock (FDP) weist die Kritik der CDU an der Schließung des Schlossparks Philippsruhe ab 20 Uhr zurück. „Dass wir den Schlosspark ab 20 Uhr schließen, bedeutet nicht, dass wir auf Kontrollen verzichten“, erklärt er in einer Mitteilung. CDU-Fraktionschefin Isabelle Hemsley hatte moniert, die Stadt habe den einfachsten und günstigsten Weg gesucht, um der Vermüllung abends und nachts zu entgehen.

Die Stadtpolizei bestreife nicht nur den Schlosspark Philippsruhe, sondern auch die anderen Parkanlagen, so Morlock. Dass Familien mit Kindern den Park gern nutzen, stehe außer Frage, doch diese seien von der neuen Regelung nicht betroffen, denn üblicherweise kämen sie nicht nachts. Er widerspricht der Behauptung Hemsleys, dass sich gerade Frauen in der Geborgenheit des Parks sicherer fühlen würden als am Mainufer.

„Alle kriminologischen Erkenntnisse und Erfahrungen zeigen, dass Frauen sich in den Abendstunden in gut einsehbaren, übersichtlichen öffentlichen Bereichen wie etwa am Mainufer sicherer fühlen als in dicht begrünten Parks

Und die Sommerabende zu nutzen, um den Klängen aus dem Amphitheater zu lauschen, wie Hemsley ausgeführt hatte, dokumentiere ein erfreuliches Interesse an den Kulturangeboten. „Doch schon aus Solidarität mit den Kulturschaffenden darf erwartet werden, dass sich die Bürgerinnen und Bürger dafür eine Eintrittskarte kaufen.“

„Am Thema vorbei“, kontert wiederum Hemsley in einer weiteren Mitteilung und bemängelt, dass Morlock in seiner Stellungnahme mit keinem Wort auf die CDU-Forderung nach Rücknahme der Schließung eingehe. „Statistiken bringen uns hier nicht weiter, es geht um die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, die gerne weiterhin den Schlosspark benutzen möchten.“ Auch in den Abendstunden seien hier Spaziergänger und Familien mit Kindern anzutreffen.

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