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Straßen im neuen Design

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Von: Pamela Dörhöfer

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Die Langstraße hat die Stadt Hanau erst vor wenigen Jahren neu gestalten lassen.
Die Langstraße hat die Stadt Hanau erst vor wenigen Jahren neu gestalten lassen. © Renate Hoyer

Als erster Platz soll der Neustädter Markt hübscher werden – in Eigenregie der Stadt und auch mit neuen Ideen, denn der Entwurf der HBB konnte an dieser Stelle nicht gänzlich überzeugen. Auch ein Multiplex-Kino wird gebaut.

Plätze für Kinder und Jugendliche, Wasser und Kunst könnten künftig die Straßen in der Innenstadt bereichern, stellt sich Martin Bieberle, Leiter des Fachbereichs für Stadtentwicklung und Bürgerservice, vor. In den nächsten Monaten soll es deshalb eigens einen Workshops mit jungen Leuten geben. Die Ergebnisse werden einfließen, wenn Mitarbeiter der Verwaltung und externe Fachleute ein „Gestaltleitbild“ für die Hanauer City erarbeiten. Denn diese soll sich nicht länger als Sammelsurium verschiedener Materialien, Leuchten und Bänke präsentieren, sondern eine einheitliche Optik erhalten.

Die Idee ist nicht neu: Bereits 2002 begann die Stadtspitze damit, Straßen nach einem festen Konzept umzugestalten. Den Auftakt machte die Schnurstraße, es folgten Kölnische Straße, Nord-, Hospital- und Langstraße, zuletzt Heumarkt und Krämerstraße.

Alles Makulatur? Eventuell könnten „Stilelemente“ der bereits verschönerten Straßen für das künftige Design verwendet werden, so Bieberle. Falls nicht, so würden bei einer Rundum-Erneuerung diese Straßen zuletzt an der Reihe sein. Das kann dauern: Der Fachbereichsleiter spricht von „zehn bis zwanzig Jahren“. Die neue Optik will er zudem nicht nur auf den Kern der City beschränken, sondern auf den Innenstadtrand ausdehnen, so etwa die Römerstraße.

Ebenfalls noch nicht geklärt sei die „Kostenverteilung“ beim Umbau der Straßen zwischen der Stadt und dem Investor HBB, Sieger des Wettbewerblichen Dialogs zur Neugestaltung der Innenstadt. Fest steht indes, dass die Kommune dafür Geld aus dem Bund-Länderprogramm „Aktive Kernbereiche“ verwenden will. Ein Laden, in dem sich die Bürger über das Förderprogramm informieren können, soll demnächst am Freiheitsplatz eröffnen.

Als erster Platz soll ab 2011 der Neustädter Markt hübscher werden – in Eigenregie der Stadt und auch mit neuen Ideen, denn der Entwurf der HBB konnte an dieser Stelle nicht gänzlich überzeugen. Zunächst werden die vier Pavillons aus den 80er Jahren abgerissen. Auf der Ostseite gegenüber Kaufhof soll eine kleine Laden- und Gastrozeile entstehen, die der Architektur des Cafés Central vis à vis angepasst werden könnte, so Bieberle. Die Pavillons auf der Westseite werden durch gläserne Zugänge zur Tiefgarage ersetzt.

Nur die Grundrisse stehen fest

Anders als auf den bis dato veröffentlichten Bildern könnten auch Einkaufszentrum und Bibliothek auf dem Freiheitsplatz aussehen. Die Grundrisse stehen, sagt Bieberle, aber für die Fassaden seien viele Varianten denkbar: Sie könnten mit der Hanau prägenden 50er-Jahre-Architektur korrespondieren oder aber ein „ganz modernes Signal“ setzen. Offen ist ebenfalls, ob die Fahrstraße für Busse gesperrt wird.

Bereits 2011 rechnet Bieberle mit dem Baubeginn für ein Multiplex-Kino; zwei Betreiber konkurrierten um den Vertrag. Nach FR-Informationen sollen drei Standorte im Gespräch sein: das frühere Gloria-Kino am Westbahnhof, die alte Hauptfeuerwache am Steinheimer Tor und das „Blaue Haus“ am Kurt-Blaum-Platz.

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