Hanau

Stolpersteine gegen das Vergessen

Zum Jahrestag der Novemberpogrome poliert der Hanauer Niko Deeg Stolpersteine in der Löherstraße. Er kommt damit dem Wunsch der Hinterbliebenen nach.

Stolpersteine – kleine Messingplatten auf Pflastersteinen – erinnern vor den letzten selbst gewählten Wohnorten an Menschen, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Zum Jahrestag der Novemberpogrome 1938 hat der Hanauer Kaufmann Niko Deeg jetzt zehn Stolpersteine in der Löherstraße poliert.

Bei der Verlegung 2011 hatte ihn eine Anwohnerin gebeten, sich um die Steine zu kümmern. Sie war vorher von einem Angehörigen der Sinti-Familie Adler gebeten worden, auf die Steine „aufzupassen“, heißt es von der Frankfurter Initiative Stolpersteine, die das Gedenken organisiert. Deeg ist der Vorsitzende der Jüdisch-Chassidischen Kultusgemeinde Breslev Deutschland.

An der Löherstraße 21 liegen Stolpersteine, die an Magareth, Gisela, Ursula, Gertrud, Reinhold, Rolf, Herbert und Heinz Adler sowie an Wanda Michaels - geborene Adler - erinnern.

Vor dem Haus Löherstraße 2 erinnert ein Stolperstein an Martha Mayer, die in Auschwitz ermordet wurde. Die Initiative Stolpersteine recherchiert seit 2003 die Schicksale von Menschen, die von Nationalsozialisten ermordet wurden, und verlegt die Steine gegen das Vergessen.

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