Hanau

Die Stadt als Marktplatz

  • Andreas Hartmann
    vonAndreas Hartmann
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Rund 100 Händler beteiligen sich an Straßenverkauf am Smastag, 5. August. Solche Sonderverkaufsaktionen sind in Darmstadt sowohl beim Einzelhandel, als auch bei Kunden sehr beliebt.

Andernorts würde man es wohl schlicht Sommerschlussverkauf nennen, in Hanau heißt es am Samstag, 5. August, griffig „Hanau räumt die Lager!“ Mehr als 100 Händler in der Innenstadt und im Forum beteiligen sich an der Aktion, bei der die Geschäfte auch auf der Straße vor ihren Schaufenstern an Ständen verkaufen dürfen und viele Rabatte anbieten. „Den Straßenverkauf musste man genehmigen, es soll ja grade einen Markt-Charakter haben“, sagt Ute Wolf, Pressesprecherin der Stadt.

Verkaufsaktionen wie die „Karibische Nacht“ am 24. Juni, bei der die Läden am Samstag bis Mitternacht geöffnet hatten und zahlreiche Bands spielten, würden „sehr, sehr, sehr gut angenommen“, schwärmt sie.

Es gehe bei solchen Aktionen eben nicht nur ums Einkaufen, sondern auch ums Schlendern und Erleben. „Wir hatten auch schon mal das Pech, dass es stürmte und regnete, und trotzdem waren die Geschäfte voll.“ Bei „Hanau räumt die Lager!“ ist das Beiprogramm ein Flohmarkt im Fronhof am Schlossplatz von 7 bis 13 Uhr, bei dem Trödel und Gebrauchtwaren verkauft und gekauft werden können. Anmeldungen für Verkaufstische nimmt das Ordnungsamt der Stadt Hanau entgegen.

Seit dem großen Stadtumbau vor zwei Jahren versuche man intensiv, gemeinsam mit dem Einzelhandel ein Programm anzubieten, das auf die neuen Einkaufsmöglichkeiten hinweise. „Das läuft gut, aber man muss am Ball bleiben“, sagt Wolf.

Der Klassiker schlechthin, um die Zentren zu beleben, sind in vielen Städten die in der Regel sehr umsatzstarken verkaufsoffenen Sonntage. Die wurden in letzter Zeit allerdings immer wieder kurzfristig von Gerichten gekippt. „Auch wir würden unsere offenen Sonntage ungern ersetzen“, sagt Wolf. Aktionen wie „Hanau räumt die Lager!“ seien zusätzliche Angebote. Rechtsunsicherheit besteht da nicht.

„Wir gehen davon aus, dass unsere verkaufsoffenen Sonntage vor Gericht Bestand haben“, sagt Wolf. „Wir geben uns große Mühe und hatten bisher keine Probleme.“ Das nächste Mal sollen die Geschäfte am 1. Oktober, am „Tag der Märkte“, öffnen dürfen.

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