Hanau

Stadt und Heraeus kooperieren

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Die beiden Partner wollen die Zukunft des Produktionsareals in Hanau gemeinsam planen.

Fünf Hektar groß ist das Areal von Heraeus Quarzglas und zentral gelegen, zwischen Innenstadt und Hauptbahnhof. Weil die Firma den Standort wechselt, wird das Gelände, das für Investoren attraktiv sein dürfte, frei. Jetzt haben die Stadt Hanau und der Technologiekonzern eine Erklärung unterzeichnet, in der sie vereinbaren, bei der Entwicklung zusammenzuarbeiten. „Heraeus wird die Aktivitäten unterstützen, das frei werdende Industrieareal in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der Stadt und möglichen Investoren einer urbanen Anschlussnutzung zuzuführen“, so Heraeus-Vorstandschef Jan Rinnert. Noch stehe nicht fest, ob Heraeus verkaufe oder die Immobilie behalte, um eigene Pläne zu verwirklichen, heißt es in der Absichtserklärung.

Das Areal, auf dem neben Gewerbe wohl auch Wohnen möglich wäre, spielt in den Hanauer Zukunftsplänen eine große Rolle. Das Parlament hat 2018 für das gesamte Umfeld des Hauptbahnhofs – insgesamt 25 Hektar – eine sogenannte städtebauliche Entwicklungsmaßnahme auf den Weg gebracht, um dort mehr Einfluss zu bekommen. Zunächst wird eine Studie zu der Maßnahme erstellt, die im Extremfall Enteignungen ermöglichen würde.

Das Gebiet, das verschiedenen Eigentümern gehört, soll aufgewertet werden. Die dortige Entwicklung hinke jener in der City weit hinterher, sagt OB Claus Kaminsky (SPD), „hier müssen wir handeln“, damit ein Stadtquartier entstehe, das „dem Image einer Großstadt gerecht wird“. Auf dem Quarzglas-Gelände solle ein „urbaner Entwicklungspark Hauptbahnhof“ entstehen. Die Stadt sichert Heraeus zu, mit Investoren städtebauliche Verträge zu schließen und die Planung mit dem Konzern abzustimmen.

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