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Schlecht für die City

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Von: Detlef Sundermann

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Wohnen im (noch) üppigen Grün hat seinen Preis - und für die Hanauer Innenstadt eine Kehrseite. Gut verdienende Alt- und Neubürger zieht es womöglich eher ins Idyll als in schicke Neubauten im Zentrum, glaubt Detlev Sundermann.

Na wunderbar! Der Argonner Park hat beim Tag der offenen Tür eine prima Visitenkarte bei Wolfgängern und Großauheimern hinterlassen. Sie durften den Eindruck mitgenommen haben, künftig keine Problemklientel zum Nachbarn zu bekommen. Wohnen im (noch) üppigen Grün hat nämlich seinen Preis und für die Hanauer Innenstadt eine Kehrseite. Gut verdienende Alt- und Neubürger zieht es womöglich eher ins Idyll als in schicke Neubauten in der City, so wie es der Wettbewerbliche Dialog für die Französische Allee beschreibt.

Auch junge Leute sollen mit den sogenannten Studentenwohnungen in den Argonner Park gezogen werden. Obwohl, die Wohnungen scheinen an den Bedürfnissen der zukünftigen Nutzer vorbeigeplant zu sein. Sie sind für Menschen mit durchschnittlicher monatlicher Barschaft zu teuer. Außerdem sind Zeichenakademie oder Krankenhausschule nicht fußläufig zu erreichen. Busticket, Auto oder Fahrrad kosten Geld und Zeit.

Die Stadt hat schlichtweg versäumt, in Sachen bezahlbares junges Wohnen mal nach Bad Homburg zu schauen. Dort gibt es in den jüngst sanierten Häusern der Weber-Siedlung innenstadtnahe Kleinwohnungen für 170 Euro Kalt-Miete, die nur für Studenten und Auszubildende gedacht sind. In der Kurstadt weiß man offenbar besser um die Bedürfnisse junger Leute, und welche Bedeutung sie für die Stadt haben.

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