Hanau

Sanierung verzögert sich: Rathaus eröffnet im Herbst 29021

Die Kosten liegen insgesamt bei rund 9,3 Millionen Euro.

Die Wiedereröffnung des derzeit zu sanierenden Neustädter Rathauses verzögert sich bis zum Herbst 2012, teilte die Stadt mit. Zunächst war die Wiedererffönung für Frühjahr 2021 angesetzt. Die Kosten erhöhen sich dadurch auf insgesamt rund 9,3 MIllionen Euro, teilte das Hanau Immobilien- und Baumanagement (IBM) mit, das für die Sanierung zuständig ist.

Die Hiobsbotschaft an die „Arbeitsgruppe Historisches Rathaus“ der Stadtverordneten übermittelte Hiltrud Herbst, Leiterin von IBM. Grund für die Verzögerungen seien die einzelnen Schritte des Wiederaufbaus im entkernten Gebäude, die statisch sorgfältig aufeinander abgestimmt sein müssen.

Zudem offenbarte sich bei den Arbeiten in den vergangenen Wochen eine weitere Überraschung: Nachdem im Jahr 2019 zunächst ein in keinem Plan verzeichneter Kellerraum entdeckt wurde, trat nun ein alter Brunnen zutage. Und das genau an der Stelle, wo der Aufzugsschacht neben dem Treppenhaus vorgesehen ist. Hinzu kommen Rohbauarbeite, die aus statischen Gründen in kleinen Einzelschritten ausgeführt werden müssen. Daher wächst das neue Treppenhaus mit dem zugehörigen Aufzugsschacht nur langsam aus dem Kellergeschoss. Unerwartet sei auch gewesen, so Herbst beim Baustellenbesuch, dass unter den Sandsteinstützen im Keller Fundamente fehlten.

Dieser Mangel sei natürlich zu beheben gewesen. Im Keller sollen künftig in erster Linie Haustechnik und Toiletten unterkommen. Für den geplanten Einbau der Brettsperrholzdecken zur Erhöhung der Traglast der bestehenden Beton-Rippendecken sind erhebliche Abstützungs- und Sicherungsmaßnahmen über alle Geschosse notwendig. Da der Einbau parallel zum Rohbau ausgeführt wird, müssen die Arbeiten stückchenweise Hand in Hand ausgeführt werden.

Herbst rechnet damit, dass diese Arbeiten noch bis Jahresende andauern. „Wir waren doch alle sehr davon beeindruckt, was sich hinter den Außenmauern alles verbarg, und sind gespannt, was noch zutage gefördert wird“, sagt Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck (SPD). Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (SPD) ergänzt: „Wenn wir uns schon nach vielen Jahren an die Sanierung des Neustädter Rathauses herangewagt haben, dann soll es am Ende auch ordentlich sein.“ 

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