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2009 ließen sich mehr Patienten  krankschreiben als im Jahr zuvor.
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2009 ließen sich mehr Patienten krankschreiben als im Jahr zuvor.

Gesundheitsreport

Der Rücken macht oft Probleme

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
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Die Krankenkasse DAK legt ihren Gesundheitsreport für Hanau und den Kreis vor. Im Jahr 2009 stieg der Krankenstand und liegt nun leicht über dem Landesdurchschnitt. Eine Mitschuld hat der lange und harte Winter.

Der Krankenstand ist in Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis 2009 auf 3,6 Prozent gestiegen. Das bedeutet: Von 1000 Arbeitnehmern waren an jedem Tag des Jahres im Durchschnitt 36 krankgeschrieben. 2008 lag die Quote noch etwas niedriger, bei 3,4 Prozent. Diese Zahlen gehen aus dem Gesundheitsreport 2010 der DAK hervor, den Gerald Giesel, Leiter des Hanauer Servicezentrums, gestern vorstellte.

Stadt und Kreis liegen damit etwas höher als der Landesdurchschnitt: In Hessen stieg der Krankenstand von 3,3 auf 3,5 Prozent. Den niedrigsten verzeichnen mit 2,9 Prozent übrigens die Stadt Frankfurt sowie der Hochtaunus- und der Maintaunus-Kreis, den höchsten die Landkreise Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg.

In Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis haben die Ausfalltage „bei fast allen wichtigen Diagnosen“ zugenommen, sagt Giesel. Spitzenreiter bei den Krankschreibungen bleiben die Erkrankungen des Muskel-Skelett-System. So macht vor allem Büromenschen oft der Rücken Probleme. Solche Erkrankungen waren in 22,5 Prozent aller Fälle der Grund, warum ein Angestellter nicht zur Arbeit kommen konnte.

Gleich danach kommen die Erkrankungen des Atmungssystems mit 20,4 Prozent. Sie stiegen im vergangenen Jahr so stark an wie keine andere Diagnose: um 15 Prozent. Gerald Giesel erklärt sich das vor allem mit dem langen und harten Winter, der viele Erkältungen mit sich brachte.

Auch aufgrund von Verletzungen, etwa durch Arbeitsunfälle, seien die Menschen in Hanau und dem Kreis häufiger krank gewesen. Probleme mit dem Verdauungssystem gingen hingegen laut Gesundheitsreport um sieben Prozent zurück.

Rückläufig – um gut vier Prozent – waren in der Region auch psychische Erkrankungen als Diagnose bei Ausfalltagen. Der Landestrend war genau andersherum: Dort stiegen die Krankschreibungen wegen Erschöpfungszuständen oder Depressionen 2009 an. „Eine erstaunliche Abweichung“, wie Giesel findet – ohne freilich eine Erklärung dafür zu haben.

Weil psychische Erkrankungen oft besonders langwierig und schwer zu behandeln sind, sorgen sie dennoch für hohe Ausfallzeiten und fallen damit stärker ins Gewicht als eine Erkältung, die meist nur zu Krankschreibungen von bis zu sieben Tagen führt. „3,4 Prozent der Erkrankungsfälle in Hanau und dem Kreis sind für 40,3 Prozent des Krankenstandes verantwortlich“, erklärt Giesel.

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