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Hanau

Riesiger Hallenspielplatz geplant

Konzept zum Funpark stammt aus Südkorea. Grüne fordern Bürgerbeteiligung.

Im Hanauer Stadtteil Steinheim soll ein 5000 Quadratmeter großer „Indoor-Funpark“ entstehen. Das teilt Investor Schoofs Immobilien mit Sitz in Neu-Isenburg mit. Das dreigeschossige Gebäude soll auf einer Gewerbebrache in Nachbarschaft des 2016 eröffneten Einkaufszentrums „Rondo“ gebaut werden. Die Kosten werden mit zehn Millionen Euro angegeben. Als Betreiberin wird die Nori Funpark GmbH genannt, die derzeit im Frankfurter Einkaufszentrum Skyline Plaza einen kleinen Indoor-Spielplatz für jüngere Kinder unterhält.

Die Stadt will das Vorhaben in Steinheim binnen drei Monaten durch die Gremien bringen, der Investor stellte es schon im Magistrat vor. Die nächste Präsentation ist am 12. Mai im Ortsbeirat geplant. Ziel sei ein Baubeginn im Herbst. Die Grünen im Ortsbeirat haben indes eine Bürgerbeteiligung gefordert, um Fragen und Bedenken zur Umwelt- und Verkehrsbelastung zu klären.

In dem derzeit laufenden Baugenehmigungsverfahren werde es keine Bürgerbeteiligung geben, weil es sich bei dem insgesamt 7700 Quadratmeter großen Areal an der Otto-Hahn-Straße um eine private Fläche in einem Gewerbegebiet handelt, teilt auf Nachfrage die Pressestelle der Stadt mit. Allerdings werde bei dem Genehmigungsverfahren darauf geachtet, dass das nahgelegene Naturschutzgebiet unberührt bleibe und kein Lärm mit dem Funpark entstehe. Auch soll der Verkehr ob des möglichen Besucherstroms nicht ins Stocken geraten, heißt es. Kunden des Einkaufszentrums nutzen die gleiche Straße.

Mit wie vielen Gästen am Tag in der Spielarena zu rechnen ist, ist unbekannt. Der Parkplatz wird laut Schoofs für 75 Autos und annähernd so vielen Stellplätzen für Velos ausgelegt sein.

Das Gebäude soll sich der runden Architektur des Rondos von Architekt Markus Rathke anpassen. Er sei schon mit dem Funpark beauftragt worden, sagt Schoofs. Die drei Etagen erhalten dem Entwurf zufolge einen ellipsenförmigen Grundriss, die verdreht angeordnet werden. Auf den Etagen verteilen sich Spiel-, Trampolin- und Gastronomiebereich die Flächen. Das Gebäudezentrum ist in der Vertikalen offen, dort soll eine zehn Meter hohe „Kletterwelt“ installiert werden, laut Stadt die höchste in Deutschland. Die Fassade werde viel Licht durchlassen, heißt es weiter.

Bei dem Funpark handele es sich um ein Produkt des „erfolgreichen koreanischen Franchiseunternehmens Nori“, teilt Schoofs mit. Die Nori Funpark GmbH sei somit Franchisenehmerin. Außer im Frankfurter Skyline Plaza gebe es in Deutschland keine weiteren Hallenspielplatz nach dem Nori-Konzept. Hanau soll nicht nur der zweite Standort mit einer viel größeren Anlage werden, sondern mutmaßlich das „Flaggschiff“ für die Verbreitung auf dem europäischen Markt.

Geschäftsführer der Nori Funpark GmbH ist der Wiesbadener Xiaofeng Zhao, der laut Stadt beruflich auch in der Gastronomie aktiv ist. Er soll etwa das Restaurant „Chinakrone“ vis-a-vis des künftigen Hallenspielgeländes mit auf den Weg gebracht haben und Gesellschafter sein. Geschäftsführer Zhao war trotz mehrfacher Versuche telefonisch für weitere Informationen nicht zu erreichen.

Laut Schoofs gab es eine Markterkundung für das Projekt, die dem Vorhaben eine gute Rentabilität bescheinigt haben soll. Als potenzielle Kundschaft würden Kleinkinder bis junggebliebene Erwachsene gesehen. Sollte das Konzept dennoch nicht aufgehen, werde das Gebäude mit der eigenwilligen Architektur vermutlich keine Ruine werden. Das Haus sei so konzipiert, dass eine Nachnutzung etwa mit Büros oder Handel ohne hohen Aufwand erfolgen könne, heißt es.

Mit der Schlüsselübergabe an die Nori Funpark GmbH, die für Ende 2022 geplant ist, will sich Schoofs Immobilien aus dem Projekt verabschieden. Wie schon beim knapp 38 Millionen Euro teuren Rondo soll auch diese Immobilie verkauft werden. Allerdings laufen aktuell hierzu keine Verhandlungen mit einem Investor, teilt Schoofs mit.

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