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Im ersten Stock des ehemaligen C&A-Gebäudes könnte eine Kita entstehen.
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Im ersten Stock des ehemaligen C&A-Gebäudes könnte eine Kita entstehen.

Hanau Kinderbetreuung

Räume für 100 Kitaplätze gesucht

  • Uta Grossmann
    VonUta Grossmann
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Eltern, die in der Innenstadt einen Kita-Platz für ihr Kind suchen, haben es schwer, denn es fehlen Plätze. Als mögliche Standorte für die Einrichtung von neuen städtischen Kitas sind das alte C&A-Gebäude und das Forum im Gespräch.

In der Hanauer Innenstadt fehlen Kitaplätze. Deshalb prüft die Stadtverwaltung verschiedene Optionen. Ende 2012 gab es in der Innenstadt 68 Krippenplätze für die unter Dreijährigen (U 3), 370 Plätze für Kindergartenkinder und 151 Hortplätze. Das ist zu wenig, es werden mehr Betreuungsplätze benötigt.

Konkret geht es um Räume für fünf bis sechs Gruppen mit insgesamt 100 Kindern. Als möglicher Standort für die Einrichtung einer Kita ist das alte C & A-Gebäude an der Ecke Rosenstraße/Langstraße im Gespräch.

Spielen auf der Dachterrasse

Stadtentwickler Martin Bieberle könnte sich vorstellen, dass es nach einem Umbau durch einen neuen Besitzer im Erdgeschoss für Einzelhandel genutzt wird und im ersten Stockwerk und auf der Dachterrasse eine Kita eingerichtet wird. Die Stadt würde die Räume mieten. Nach seinen Angaben werden 1000 Quadratmeter plus Außenbereich benötigt.

Die Immobilie ist im Besitz der dänischen Escot Ejendomsinvest A/S, die hohe Schulden bei der Berliner Landesbank hat. Ein Termin für eine Zwangsversteigerung platzte vorige Woche, weil das Mindestgebot von 1,2 Millionen Euro nicht erreicht wurde. Nun wird das Hanauer Amtsgericht einen neuen Termin ansetzen, voraussichtlich im nächsten Jahr. Dann kann das Gebot auch unter der Hälfte des Wertes der Immobilie liegen, den der zuständige Rechtspfleger auf 2,4 Millionen Euro geschätzt hatte. Das 1970er-Jahre-Gebäude steht seit Anfang 2012 leer, nachdem C & A in die Hammerstraße umgezogen ist. Derzeit nutzt es ein Sonderpostenmarkt als Zwischenmieter. Als Kitastandort ist auch das neue Forum, das der Hamburger Investor HBB auf dem Freiheitsplatz baut, im Gespräch. Stadtentwickler Bieberle sagte der Frankfurter Rundschau, HBB habe der Stadt ein Angebot zur Miete von Räumen im zweiten Obergeschoss des Gebäudeteils Ecke Hammerstraße/Sternstraße vorgelegt. Nun werde geprüft, welche die wirtschaftlichste Lösung sei: altes C & A-Gebäude, Forum oder Kauf eines Grundstücks und Neubau.

Linke unkt

Der Vorsitzende der Linksfraktion, Jochen Dohn, unkte in einer satirischen Pressemitteilung, die HBB habe die Räume des Forums noch nicht vermietet und so sei es ein Glücksfall für den Investor, wenn die Stadt einspringe. Zur jährlichen Miete von 1,5 Millionen Euro für Stadtbibliothek, Archiv, Medienzentrum, VHS-Dependance, Hanauer Geschichtsverein und Wetterauische Gesellschaft kämen für eine Kita weitere Kosten auf die Stadt zu. Der Kaufpreis für den Freiheitsplatz, den die HBB für vier Millionen Euro von der Stadt erworben hatte, wäre so schnell erreicht.

Martin Bieberle widersprach der Vermutung, dem Forum fehlten Mieter. Die 22 500 Quadratmeter für Einzelhandel seien „zu 75 Prozent vorvermietet“.

Den für die Kitas zuständigen Sozialdezernenten Axel Weiss-Thiel (SPD) konnte die FR nicht erreichen, weil er Urlaub hat.

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