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Prozess gegen Attentäter-Vater: Initiative 19. Februar Hanau will Antworten auf offene Fragen

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Von: Gregor Haschnik

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Nach der Verurteilung von Hans-Gerd R. wegen Beleidigung sei unter anderem zu klären, welche Gefahr von ihm ausgehe.

Nachdem das Amtsgericht gegen Hans-Gerd R., den Vater des Hanau-Attentäters, wegen teils rassistischer Beleidigungen eine Geldstrafe von 5400 Euro verhängt hat, begrüßt die Initiative 19. Februar die Verurteilung. Gleichzeitig weist sie auf unbeantwortete Fragen hin: Welche Rolle spielte der Vater in der Tatnacht? War er etwa in die Pläne eingeweiht? Und welche Gefahr geht von ihm aus?

Im Prozess sei seine rechtsextreme und rassistische Einstellung zweifelsfrei festgestellt worden. Zudem sprach er mehrfach von „Mitstreitern“ und sagte, er habe sich bei seinen Ausführungen zu politischen „Windmaschinen“, die eine angebliche herrschende Kaste willfährig stützten, vom Rechtsbeistand des unter Terrorverdachts stehenden Franco A. inspirieren lassen. Sein Sohn bezog sich offenbar auf den Rechtsterrorismus des NSU, auch weil er ebenfalls mit einer Ceska-Pistole mordete.

Darüber hinaus sei Hans-Gerd R. während der Verhandlung offensiv bedrohlich aufgetreten und habe sich rassistisch verhalten. Der psychiatrische Gutachter attestierte ihm unter anderem eine Wahnstörung sowie eine „Kampfparanoia“, die sich bei weiteren Negativerlebnissen verstärken könnten. Er beschrieb ihn als egozentrisch und völlig empathielos. gha

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