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Alfons Keck, Nadja Henkel und Michael Kuffler (v. l. n. r.) haben in das Casino investiert.
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Alfons Keck, Nadja Henkel und Michael Kuffler (v. l. n. r.) haben in das Casino investiert.

Hanau

Pioneer Park in Hanau: Wohnungen und Hotel geplant

  • Gregor Haschnik
    VonGregor Haschnik
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Die Pläne für drei denkmalgeschützte Gebäude in Hanau sehen auch ein „Gesundheitszentrum“ vor. Im Frühjahr 2023 soll es eröffnen.

Die Planung für drei denkmalgeschützte Bestandsgebäude im neuen Quartier „Pioneer Park“ in Hanau-Wolfgang kommt voran: Das Casino der früheren US-Kaserne, in dem Soldaten aßen, soll so umgebaut werden, dass es Platz für 30 Mietwohnungen mit Service bietet, etwa Reinigung und Betreuung. Die Wohnungen werden „im Premiumbereich“ angesiedelt und entsprechend teuer sein. Im „Bruder 1“ – einem von zehn baugleichen, „Brüder“ genannten Gebäuden – soll auf fünf Etagen ein „Zentrum für Gesundheit, Schönheit und Lifestyle“ mit dem Namen Chariseum eingerichtet werden. Es soll im Frühjahr 2023 eröffnen. Im Bruder 2 ist ein Hotel der Klasse Drei-Sterne-Superior geplant.

Um die Vorhaben umzusetzen, haben drei Investor:innen die Projektgruppe Kuffler+Henkel+Keck gebildet und die Immobilien gekauft. Bei einem Rundgang am Montag stellten sie ihre Pläne vor. Laut Nadja Henkel, Chefin der auf Gesundheitsimmobilien spezialisierten Firma Henkel Urban Projects aus Rödermark, sollen sich im Chariseum unter anderem Haus- und Fachärztinnen für Bewohner:innen des Viertels und Auswärtige sowie eine Apotheke, ein Logopäde und ein Optiker niederlassen. Darüber hinaus ist ein großer Wellnessbereich vorgesehen. Hanau sei ein lukrativer Standort, wie Analysen gezeigt hätten.

Das Hotel solle 125 Zimmer umfassen, sagte Michael Kuffler, Geschäftsführer des Bauträgers Bamac aus Mutterstadt. Es gebe bereits Interessenten; er sei in finalen Verhandlungen mit einem Hotelbetreiber.

Das Casino und die anderen Immobilien würden denkmalschutzgerecht und nachhaltig modernisiert, fügte Alfons Keck hinzu, der in Rödermark ein Büro für Projektentwicklung führt. Die drei Unternehmer:innen erklärten, dass die drei Bereiche sich selbst tragen sollen, erhoffen sich aber auch sogenannte Synergieeffekte. So könnten zum Beispiel Hotelgäste das Chariseum nutzen und für mehr Umsatz sorgen. Die Gebäude würden nicht bald weiterverkauft, sondern im eigenen Bestand gehalten.

Zum Kaufpreis der Immobilien machten die Beteiligten auf FR-Anfrage keine Angaben. Dieser sei vertraulich, hieß es. Die Gesamtinvestition bezifferte Kuffler auf 40 bis 50 Millionen Euro.

Der Pioneer Park, der auf der rund 50 Hektar großen Pioneer-Kaserne gebaut wird, ist Hanaus größtes Konversionsprojekt. Hier soll Wohnraum für etwa 5000 Menschen entstehen. Um das Areal zu entwickeln und zu vermarkten wurde die privat-öffentlichen Landesentwicklungsgesellschaft Hessen-Hanau (LEG) gegründet. Die städtische Bauprojekt-GmbH hält zehn Prozent an der LEG, die DSK-BIG-Gruppe 90 Prozent. Nach dem Abzug der US-Armee im Jahr 2008 waren in Hanau insgesamt 340 Hektar Fläche frei geworden.

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