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Zwei Frauen, ein Picasso: Katharina Bechler (links) und Frédérique Goerig-Hergott vom Muséé Unterlinden Colmar.
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Zwei Frauen, ein Picasso: Katharina Bechler (links) und Frédérique Goerig-Hergott vom Muséé Unterlinden Colmar.

Kunst

Picasso unterm Dach

Das Schloss Philippsruhe in Hanau zeigt ab Samstag die Ausstellung "Paris Mon Amour". Sie besteht aus Bildern und Skulpturen zeitgenössischer Künstler, die zwischen 1918 und heute in Paris gelebt haben: Picasso, Baumeister, Dix und viele andere.

Von Anne Lorenc

Unterm Dach von Schloss Philippsruhe finden Kunstinteressierte ab dem kommenden Samstag ein Juwel: In den komplett renovierten Räumen der Galerie wird die Ausstellung „Paris Mon Amour gezeigt“. Sie besteht aus 54 Bildern und Skulpturen zeitgenössischer Künstler, die zwischen 1918 und heute in Paris gelebt und gearbeitet haben: Picasso, Baumeister, Poliakoff, Dix und andere. Die Sammlung stammt aus dem international renommierten Museum Unterlinden im französischen Colmar. Es ist das erste Mal in der Geschichte des Museums, dass Exponate ins Ausland verliehen werden.

Zum Elsass pflegt Hanau seit Jahrhunderten enge Beziehungen

Dass diese Ausstellung nach Hanau kam – eine „Sensation“, die auch dem großen Nachbarn Frankfurt gut angestanden hätte, sagte Oberbürgermeister und Kulturdezernent Claus Kaminsky (SPD) gestern bei einer Vorbesichtigung – , ist mehreren positiven Umständen zu verdanken. Zunächst dem Schloss Philippsruhe mit der Museumsleiterin Katharina Bechler, die kreativ ihre Räumlichkeiten zu nutzen weiß. Dann der Tatsache, dass das Museum Unterlinden gerade erweitert wird und einen Teil seiner Sammlung anderweitig unterbringen wollte. Und nicht zuletzt den guten historisch gewachsenen Kontakten zwischen Hanau und dem Elsass, wo es bekanntlich ein „Hanauer Land“ gibt.

Bechler und die Leiterin der zeitgenössischen Sammlung in Colmar, Frédérique Goerig-Hergott, haben ein wissenschaftlich fundiertes Konzept erarbeitet über die Künstler, die im frühen vergangenen Jahrhundert aus ganz Europa nach Paris strömten. Politische Flüchtlinge und Kunstschaffende aus Deutschland und Russland, aus Ungarn, den Niederlanden, aus Spanien oder auch aus den USA fanden eine inspirierende Lebens- und Arbeitswelt und verschmolzen mit der einheimischen Kunstszene. Sie wurden zu Protagonisten der Moderne, des Impressionismus, der Avantgarde und der abstrakten Malerei.

Das Konzept überzeugte Sponsoren so sehr, dass sie 80 Prozent der Kosten tragen

Das Konzept war so überzeugend, lobte Kaminsky die Museums-Frauen, dass 80 Prozent der Kosten von 244 000 Euro von Sponsorengeldern, Zuschüssen und sonstigen Zuwendungen gedeckt sind. An der Spitze steht der Kulturfonds Rhein-Main mit 80 000 Euro. Die Stadt steuert 50 000 Euro bei. Das müsste trotz Sparzwang drin sein, meinte Kulturdezernent Kaminsky. Man rechnet mit 5000 Besuchern und auf Einnahmen von 34 000 Euro. Da die Ausstellung 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs als Brückenschlag zwischen den einstigen „Erbfeinden“ gilt, hat der französische Botschafter Maurice Gourdault-Montagne die Schirmherrschaft übernommen. Parallel zur Schau der Meisterwerke sind wissenschaftliche Vorträge, Sonderführungen sowie Kurse und Angebote für Kinder und Jugendliche geplant.

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