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2015 musste die Herren-Bekleidungsfirma J. Philipp in Hanau Insolvenz anmelden. Mehr als 80 Beschäftigte verloren ihre Arbeitsplätze.
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2015 musste die Herren-Bekleidungsfirma J. Philipp in Hanau Insolvenz anmelden. Mehr als 80 Beschäftigte verloren ihre Arbeitsplätze.

Hanau

Pleite der Kleiderfabrik J. Philipp in Hanau: Verfahrensende gegen Millionenzahlung

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Der Prozess wegen Insolvenzverschleppung und Bankrotts gegen ehemalige Geschäftsführer der Bekleidungsfirma J. Philipp vor der Wirtschaftsstrafkammer des Hanauer Landgerichts ist vorläufig beendet worden.

Das Verfahren wegen Insolvenzverschleppung und Bankrotts gegen ehemalige Geschäftsführer der insolventen Hanauer Herrenkleiderfabrik J. Philipp ist gegen Zahlungen von rund 1,7 Millionen Euro vorläufig beendet worden. Das hat das Hanauer Landgericht mitgeteilt.

Hanau: Ehemalige Chefs der Kleiderfabrik J. Philipp wollen 1,7 Millionen Euro zahlen

Mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft sei am vorigen Montag die seit Ende April laufende Hauptverhandlung für zwei Wochen unterbrochen und das Verfahren vorläufig eingestellt worden. Zwei der beiden ehemaligen Geschäftsführer hätten sich verpflichtet, in dieser Frist 1,5 Millionen Euro an den Insolvenzverwalter sowie jeweils weitere 100 000 Euro Geldauflage an gemeinnützige Einrichtungen und die Staatskasse zu zahlen. Der dritte Geschäftsführer hat nach Angaben des Gerichts eine Geldauflage von 8000 Euro zu zahlen.

Ein im Januar 2015 nach Ablösung der drei Firmenchefs vorübergehend eingesetzter Geschäftsführer – ein Rechtsanwalt aus Berlin, der einen Monat später den Insolvenzantrag für die Fabrik stellte – habe für ausgefallene Forderungen gegenüber Textilkunden weitere 10 000 Euro an den Insolvenzverwalter zu erstatten.

Pleite von J. Philipp in Hanau: „Firmenbestatter“ wird mit Haftbefehl gesucht

Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts in Hanau begründete die Verfahrenseinstellung vor allem mit der „wirksamen Schadenswiedergutmachung“ und der „nicht unerheblichen Höhe der Zahlung“ sowie mit der langen Dauer der Ermittlungen von sieben Jahren.

Die Kammer wies darauf hin, „dass zumindest eine fahrlässige Begehungsweise bei der Insolvenzverschleppung und dem Bankrott zu prüfen sei“. Ein ursprünglich fünfter Mitangeklagter, der als „Firmenbestatter“ in Erscheinung trat, ist seit 2020 flüchtig. Die Kammer hat gegen ihn einen Untersuchungshaftbefehl erlassen.

Firmenpleite vor Gericht: Der Prozess gegen die Ex-Chefs der Herrenkleiderfabrik J. Philipp hatte am 27. April 2021 vor dem Landgericht in Hanau begonnen.

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