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Um die Schäden zu beheben soll hier sogenannter Streetprint-Asphalt aufgebracht werden. 

Hanau

Pfusch in Hanau wird behoben

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Im Frühjahr repariert HIS die Fahrbahn in der Fahrstraße – leider auf eigene Kosten, wie es aus dem Rathaus heißt.

Der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) wird im kommenden Frühjahr das schadhafte Pflaster in der Pfarrstraße sanieren. Die Belastung durch den Busverkehr, gepaart mit dem Pfusch der damals beauftragten Firma, hätten dem Pflaster so zugesetzt, dass gehandelt werden müsse, heißt es aus dem Rathaus. Deshalb werde der erst 2013 im Rahmen des Innenstadt-Umbaus eingebrachte Straßenbelag ausgetauscht. Passieren solle das in den Osterferien im April.

Laut HIS-Betriebsleiter Markus Henrich werden in der Zwischenzeit auftretende Schadstellen provisorisch mit Asphalt verfüllt. Betroffen sei nur die Fahrbahn; Gehsteige, Borde und Regenrinnen behalten den ursprünglichen Belag mit hellem Betonpflaster.

Bereits 2015 hatte HIS schon einmal durch die Baufirmen im Rahmen der Gewährleistung Mängel in der Fahrstraße beseitigen lassen. Das ginge jetzt nicht mehr, weil die Baufirma inzwischen pleite sei. „Ergo müssen wir das Heft selbst in die Hand nehmen, um Verkehrssicherheit herzustellen, weiteren Mängeln durch Frost vorzubeugen, den Straßenbelag belastbarer zu machen und die Fahrstraße wieder ansehnlicher zu machen“, so Stadtrat Thomas Morlock (FDP) in der Mitteilung. Dafür bieten sich laut Henrich zwei Alternativen an: Den mangelhaft eingebrachten Unterbau rausreißen und durch einen wasserdurchlässigen sowie teils neues Pflaster ersetzen. Oder Pflaster und Splittbett herausnehmen und für den Straßenbelag sogenannten Streetprint-Asphalt in der Pflasterfarbe verwenden. Diese Asphalt-Variante sei weniger zeit- und kostenaufwendig.

Hinzu komme, dass HIS mit dem Streetprint-Asphalt bereits gute Erfahrungen gemacht habe, denn auf der Freiheitsplatz-Nordseite sei er auf einer Mittelinsel auf der Fahrbahn ebenfalls anstelle eines Betonpflasters verbaut worden.

Mit 80 000 bis 90 000 Euro Kosten rechnet HIS für die Pflasteralternative in der Fahrstraße zwischen Markt- und Freiheitsplatz. „Leider müssen wir jetzt selbst die Kosten tragen. Aber das ist das geringere Übel im Vergleich zum Nichtstun“, so Morlock. 

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