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Party für fünf Jahre

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Von: Detlef Sundermann

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Die Stadt Hanau plädiert für eine zeitliche Befristung des Technofestivals Love Family Park. Diesbezüglich wendet sich Oberbürgermeister Kaminsky (SPD) in einem achtseitigen Schreiben an Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU).

Die Techno-Großveranstaltung Love Family Park (LFP) soll noch bis zu fünf Jahre auf den Mainwiese stattfinden können bei gleichzeitigem Landschaftsmonitoring, fordern Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) und Andreas Kowol (Grüne) in einem Brief an den Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU), mit Kopie an seinen Stellvertreter Jörg-Uwe Hahn (FDP) und Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU).

In dem achtseitigen Schreiben appellieren Kaminsky und Kowol an Bouffier, die Entscheidung des Regierungspräsidiums zu überdenken, heißt es aus dem Presseamt der Stadt. Als Begründung sei eine „große Anzahl von fachlichen und juristischen Argumenten“ vorgebracht worden, verbunden mit der dringenden Bitte, in einem persönlichen Gespräch Argumente vortragen zu dürfen, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Die Teilherauslösung des Geländes aus dem Naturschutz ist vorerst kein Diktum mehr. Der OB sieht einen Kompromiss in einer Duldung des LFPs für fünf Jahre unter Auflage des Landschaftsschutzes sowie eines Monitorings, das die Auswirkungen der Technoparty mit bis zu 20.000 Besuchern für die Natur beobachten soll. Danach soll mit den Fachbehörden über die Zukunft des LFPs in den Mainauen entschieden werden.

AF übt Kritik an OB

Die Alternative Fraktion (AF) kritisiert, dass OB und Stadtrat Druck von oben auf das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt ausüben. Die Obere Naturschutzbehörde beim RP sei „keine Schutzstelle für wirtschafts- und vergnügungspolitische Zuständigkeiten, sondern allein für den Erhalt von Natur- und Landschaftsschutz“, so die AF. Eine mehrjährige Evaluierung ist für die AF „absolut untragbar“, weil „vernichtend für die Wiese“. Die AF moniert zudem, dass Kaminsky in einer früheren Aussage erklärt habe, die Entscheidung des RPs sei maßgebend. Die Initiative Save The Park stellt nunmehr die FDP an den Pranger. „Dass der Regierungspräsident Johannes Baron von der FDP den Park verboten hat, ist schon der Gipfel der Diskriminierung“, heißt es in einer Mitteilung.

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