Hanau

Parkhaus Langstraße schließt

  • Jonas Nonnenmann
    vonJonas Nonnenmann
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Hanau Die Kosten für den Weiterbetrieb sind laut Hanauer Parkhausgesellsacht (HPG) zu hoch.

Das vollautomatische Parkhaus Langstraße gegenüber des Hanauer Klinikums schließt zum Jahresende 2020 – das teilt die städtische Hanauer Parkhausgesellschaft (HPG) mit.

Als Grund nennt die HPG zu hohe Kosten für Technik und Brandschutz, die für den Weiterbetrieb nötig seien, aber voraussichtlich nicht durch Einnahmen gedeckt werden könnten. Dauermietern will die HPG ab Januar 2021 als Ersatz einen im Vergleich kostengünstigeren Stellplatz auf einem neu entstehenden Parkplatz am Wallweg (ehemaliges Bäko-Gelände) anbieten. Das Klinikum Hanau, dessen Beschäftigte etwa zur Hälfte die 200 Abstellboxen im Parkhaus Langstraße nutzen, habe eine eigene Alternative gefunden. „Der Entschluss ist uns nicht leicht gefallen, vor allem aus Gründen der Wirtschaftlichkeit der Parkhausgesellschaft aber zwingend“, sagt Stadtrat Thomas Morlock, der auch Fraktionsvorsitzender der FDP ist.

„Das 1972 erbaute Gebäude und die Technik sind in die Jahre gekommen“, findet HPG-Geschäftsführer Markus Henrich. Für den Weiterbetrieb seien hohe Investitionen besonders für den Brandschutz notwendig, aber auch für Kettenzüge und andere Metallteile. Autos werden in dem Parkhaus wie in einem Hochregallager automatisch „einsortiert“ und abgeholt. Zuletzt wurde das Parkhaus laut HPG im Jahr 1999 aufwendig modernisiert, im Jahr 2013 sei neue Steuerungstechnik eingebaut worden.

Begehrtes Grundstück

Das Grundstück, auf dem das Parkhaus steht, gehört der Stadt Hanau; die HPG nutzt es in Erbpacht. „Das Quartier um die Langstraße zwischen Hirschstraße und Leimenstraße hat städtebauliches Potential“, sagt Stadtrat Thomas Morlock. Der Abriss biete eine „Entwicklungsmöglichkeit“ für das Gelände.

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