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Hanau

Neuer Gewerbepark in Hanau

  • Gregor Haschnik
    VonGregor Haschnik
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Die Entwicklung des Hauptbahnhof-Areals kommt voran. Hier wird es in den nächsten Jahren die größten Veränderungen in Hanau geben.

Auf dem früheren Grundstück des traditionsreichen Holzwerks Rütgers, direkt neben dem Hanauer Hauptbahnhof, wird ein Gewerbepark gebaut. Der neue Eigentümer Bright Industrial Investment, eine bundesweit tätige Immobilienfirma mit Sitz in Berlin und den Schwerpunkten Projektentwicklung sowie Vermögensverwaltung, plant dort den „Holzpark Hanau“. Dieser soll 28 000 Quadratmeter Mietfläche umfassen und „maßgeschneidert“ sowohl in kleinere Räume als auch in große Hallen aufgeteilt werden.

Nach eigenen Angaben wird das Unternehmen insgesamt etwa 40 Millionen Euro auf der 66 000 Quadratmeter großen Grundstücksfläche investieren. Die Arbeiten sollen im Herbst dieses Jahres beginnen und Ende 2022 fertig sein.

Nach den Worten von Johannes Koch, dem zuständigen Projektmanager von Bright, soll – angelehnt an die Geschichte des Areals – eine „architektonisch anspruchsvolle“ und nachhaltig gebaute Immobilie errichtet werden, die vor allem Firmen aus der Region, dem Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main, Platz bieten solle.

Das Holzwerk Rütgers hat seinen Betrieb in Hanau Mitte Juni 2017 eingestellt. Die Firma stellte Holzschwellen her und imprägnierte sie, etwa für Bahn-trassen und Teile für den Garten- und Landschaftsbau. Mit seiner 131-jährigen Geschichte war das Unternehmen das älteste im Stadtteil Großauheim.

Die Umsätze waren stark zurückgegangen, weil zunehmend Betonschwellen verwendet werden. Für die 16 verbliebenen Mitarbeiter seien „sozialverträgliche“ Lösungen gefunden worden.

Das einstige Verwaltungsgebäude des Holzwerks steht unter Denkmalschutz und bleibt erhalten, die anderen Gebäude wurden abgerissen. Das Gelände mit der Adresse „Heideäcker 3“ liegt verkehrsgünstig. Es ist direkt an die B43a angebunden, über die etwa die A3 schnell zu erreichen ist, und nur wenige Meter vom Hauptbahnhof entfernt.

Der Holzpark ist nur ein Element bei der Entwicklung des gesamten Hauptbahnhofareals. In der Innenstadt der 98 000 Einwohner zählenden Kommune wird es in den nächsten Jahren die größten Veränderungen geben: So verlagert das an der anderen Seite des Bahnhofs gelegene Unternehmen Heraeus Quarzglas seine Produktion. Einige der Industriegebäude aus Backstein sollen stehen bleiben. Um sie herum ist ab 2023 eine autofreie Zone geplant, „Heraeus Plaza“. In alten und neuen Gebäuden sollen dann Büros und kleinere Gewerbeeinheiten Platz finden. Neue Wohngebäude sind wegen der sogenannten Seveso-Richtlinie, die einen Mindestabstand zu Industrieanlagen erfordert, nicht möglich.

Gegenüber dem Bahnhof planen Stadt und Agentur für Arbeit ein gemeinsames „Haus rund um das Erwerbsleben“. Darüber hinaus hat, nach jahrzehntelangem Warten, die Modernisierung des Hauptbahnhofs begonnen. Zudem werden in der Umgebung ein Fahrrad- und drei Autoparkhäuser gebaut und der Bahnhofsvorplatz umgestaltet. gha

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