Hanau

Neue Schülerprognosen für Hanau

  • Jochen Dietz
    vonJochen Dietz
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Angesichts fehlender Grundschulen und Klassenräume wird der Schulentwicklungsplan fortgeschrieben.

Die Stadt Hanau muss ihre Anstrengungen beim Ausbau der Sozial- und Bildungsinfrastruktur weiter verstärken: Diese Auffassung des GEW-Kreisvorstandes teilt auch Bürgermeister und Schuldezernent Axel Weiss-Thiel (SPD), heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung.

Der GEW-Kreisverband hatte wegen fehlender Grundschulen und dem zu erwartenden Bevölkerungswachstum durch die vielen neuen Wohngebiete Alarm geschlagen. Aus der Steinheimer CDU kam die Kritik, bei der Errechnung der Prognosen werde mit längst überholten Zahlen hantiert.

Weiss-Thiel habe bereits bei der Einbringung des Schulentwicklungsplans für die Grundschulen im Herbst 2018 vorgeschlagen, die Schülerprognosen angesichts des Wachstums der Stadt künftig jährlich, statt wie vorgeschrieben alle fünf Jahre zu überprüfen, heißt es aus dem Rathaus. Der erste Auftrag zur Fortschreibung der Grundschülerprognose sei Anfang Dezember erteilt worden.

„Die Hanauer Kitas und Schulen sind auf eine jahrzehntelang stabile Jahrgangsbreite von etwa 900 Kindern ausgerichtet. Wenn die großen Bauprojekte quer durch die Stadt mit bis zu 4000 neuen Wohnungen in den nächsten Jahren schrittweise bezugsfertig werden und angesichts der gestiegenen Geburtenrate, müssen wir Jahrgangsbreiten bis zu 1200 Kindern bedienen können“, sagt Weiss-Thiel. Besondere Herausforderungen seien heute schon in Großauheim-Wolfgang und den Bereichen Innenstadt/Südost sowie Lamboy-Tümpelgarten absehbar. Der Magistrat habe mit dem Haushaltsentwurf bereits die Weichen für die Weiterentwicklung gestellt: Neun neue Kitas oder Kita-Projekte und ebenfalls neun Erweiterungs- und Neubaumaßnahmen im Grundschulbereich seien im Haushalt 2020/21 sowie in der Investitions- und Finanzplanung bis 2024 verankert. 

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