Hanau

Nachsorge für kleine Patienten im Main-Kinzig-Kreis und in Hanau

  • Gregor Haschnik
    vonGregor Haschnik
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Das städtische Klinikum hat ein neues Betreuungsangebot eingeführt.

Familien mit chronisch kranken oder frühgeborenen Kindern nach einem Krankenhausaufenthalt unterstützen – das ist das Ziel des „Bunten Kreises“ Hanau, der jetzt am städtischen Klinikum eingerichtet wurde.

„Im Mittelpunkt der Nachsorge stehen neben der medizinischen Versorgung des erkrankten Kindes auch die Familie, das Beziehungssystem und die Lebensumstände“, erklärt Beate Kleemann, Leiterin des Kreises. Das Angebot richtet sich an Eltern mit Kindern zwischen 0 und 14 Jahren, in besonders gravierenden Fällen auch mit Kindern bis 18 Jahre. Die Familien werden insgesamt 20 Stunden interdisziplinär betreut, mindestens zwölf Wochen, höchstens 48 Wochen lang. Im Bunten Kreis wirken etwa Ärzte, Pflegekräfte, Sozialpädagogen und Kindertherapeuten mit. Laut Klinikum-Geschäftsführer Volkmar Bölke übernehmen die Krankenkassen zwei Drittel der Kosten, zudem beteiligt sich der Förderverein Sterntaler.

Das Konzept wurde in den 90ern in Augsburg entwickelt. Den Angaben zufolge wird es derzeit von 100 Einrichtungen genutzt, die im Bundesverband Bunter Kreis organisiert sind und einheitliche Standards erfüllen müssen. In Hessen gibt es acht Anlaufstellen, unter anderem in Frankfurt, Wiesbaden, Kassel. Gerade Familien aus den ländlichen Teilen des Main-Kinzig-Kreises hätten bislang keine Chancen auf eine solche Nachsorge gehabt. 

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