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um Konzept gehören insgesamt etwa 50 Ladepunkte für E-Autos.

Hanau

E-Mobilität soll Verkehrswende fördern

  • Gregor Haschnik
    vonGregor Haschnik
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Das neue Viertel „Pioneer Park“ bietet Ladestationen, elektrische Lastenräder und Carsharing.

Auf dem Areal der früheren Pioneer-Kaserne im Hanauer Stadtteil Wolfgang soll ein Viertel entstehen, in dem E-Mobilität intensiv gefördert wird. Das haben OB Claus Kaminsky (SPD) und Marc Weinstock, Geschäftsführer der für das Konversionsprojekt verantwortlichen LEG Hessen-Hanau, am Dienstag angekündigt und von einem Beitrag zur Verkehrswende gesprochen. Das Verkehrsaufkommen und die Zahl der Autos mit Verbrennungsmotor würden dadurch reduziert.

Zum Konzept für den „Pioneer Park“, das bundesweit Modellcharakter habe, gehören den Angaben zufolge bis zu zwölf E-Mobilitätsstationen mit mehreren Angeboten. Eine erste, bereits eröffnete Station umfasse acht Ladepunkte für E-Autos, jeweils sechs Ladepunkte für E-Fahrräder und E-Lastenräder sowie eine Paketbox. Insgesamt könnten auf dem Gelände mehr als 50 Ladepunkte für E-Autos eingerichtet werden. Zunächst sind fünf Mobilitätsstationen geplant, wobei vier vom Land Hessen bezuschusst werden.

Ziel sei eine flächendeckende Ladeinfrastruktur. Deshalb sollen zusätzlich mindestens 25 Prozent der rund 4000 privaten Stellplätze für einen Betrieb mit sogenannten Wallboxen ausgerüstet werden, mit denen sich ein elektrobetriebenes Auto zu Hause aufladen lässt. Darüber hinaus soll es zahlreiche Sharing-Möglichkeiten für Elektrofahrzeuge – für Bewohner und Gäste – geben und der Übergang zum öffentlichen Nahverkehr einfach gestaltet werden. Hinzu komme unter anderem eine App mit Software für E-Mobilität und Sharing.

Auf der fast 50 Hektar großen Fläche werden derzeit etwa 1600 Wohneinheiten für mehr als 5000 Menschen gebaut. Dazu wurde die LEG gegründet, an der die städtische Bauprojekt Hanau GmbH zehn Prozent hält und die private DSK/BIG-Gruppe 90 Prozent. Das Quartier mit Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern sowie Geschosswohnungen soll laut Plan bis 2024 fertig sein. Die Umwandlung der Kaserne ist das größte Projekt Hanaus im Rahmen der Konversion von insgesamt 340 Hektar Fläche, die 2008 nach dem Abzug des US-Militärs begann.

Die Investitionen für E-Mobilität werden auf drei Millionen Euro beziffert, das Land beteiligt sich mit einer halben Million Euro.

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