Wie es zu erwarten war, wirkte sich die Corona-Krise im Mai massiv auf den Arbeitsmarkt im Main-Kinzig- und im Wetteraukreis aus.
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Wie es zu erwarten war, wirkte sich die Corona-Krise im Mai massiv auf den Arbeitsmarkt im Main-Kinzig- und im Wetteraukreis aus.

Main-Kinzig/Wetterau

Massiv höhere Quote

  • Jochen Dietz
    vonJochen Dietz
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Wie es zu erwarten war, wirkte sich die Corona-Krise im Mai massiv auf den Arbeitsmarkt im Main-Kinzig- und im Wetteraukreis aus.

In Main-Kinzig waren 12 483 Menschen arbeitslos gemeldet, 1710 mehr als im April und 3132 mehr als im Mai 2019. Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,4 Prozent gegenüber 4,7 Prozent im Vormonat und 4,1 Prozent im Mai 2019. Das teilt die zuständige Agentur für Arbeit in Hanau mit.

„Die Corona-Maßnahmen wirken sich am Arbeitsmarkt in nahezu allen Bereichen aus. Ist der Monat Mai in anderen Jahren fast immer von einem Anziehen der Beschäftigungslage gekennzeichnet, so ist in diesem Jahr ein rasantes Wachstum der Arbeitslosigkeit in allen Branchen zu verzeichnen. Dabei ist das Handwerk etwas weniger betroffen“, erklärt Agenturleiterin Heike Hengster. Im Main-Kinzig-Kreis zeigten von April bis Mai 3984 Betriebe Kurzarbeit an. In den beiden Vergleichsmonaten des Vorjahres gab es 17 Kurzarbeiteranzeigen.

Im Wetteraukreis ist die Zahl der Arbeitslosen im Mai um 484 Personen auf jetzt 8103 gestiegen. Das teilt die zuständige Arbeitsagentur in Gießen mit. Die Quote erhöhte sich um 0,2 auf nun 4,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren jetzt 1684 Erwerbslose mehr gemeldet. Seinerzeit lag die Arbeitslosenquote bei 3,8 Prozent.

299 Betriebe haben im Mai eine Anzeige auf Kurzarbeit eingereicht, von der bis zu insgesamt 4164 Beschäftigte betroffen waren. Rechnet man die Anzeigen von März und April hinzu, sind im Wetteraukreis 2733 Betriebe und bis zu 27684 Personen* betroffen. Und: Die Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen ist gegenüber dem Vorjahres-Mai um fast ein Drittel gesunken. 

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