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Main-Kinzig

Main-Kinzig: Konflikte gewaltfrei lösen

  • Gregor Haschnik
    VonGregor Haschnik
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Eine Plakataktion macht auf eine Therapiegruppe für Männer aufmerksam. Häusliche Gewalt hat in den vergangenen Monaten zugenommen.

Sie freuen sich „über jeden Mann, der bereit ist, sich helfen zu lassen und damit am Ende natürlich vor allem seiner Partnerin und seiner Familie hilft“, sagen Gestaltungspädagoge Harald Scheffl und Psychotherapeut Volker Nimrich. Sie arbeiten seit Jahrzehnten mit Männern und haben ein Trainingsprogramm gegen häusliche Gewalt entwickelt, das sie auch in der Gesprächs- und Therapiegruppe „Konflikte lösen ohne Gewalt“ anwenden.

Die Gruppe

Derzeit finden die Treffen der Männer-Gesprächsgruppe „Konflikte lösen ohne Gewalt“ digital statt, alle 14 Tage. Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Interessierte können sich bei Harald Scheffl (unter 0172 / 6645551 oder info@harald-scheffl.de) und Volker Nimmrich (0176 / 70801658; volker.nimrich@gmx.de) informieren.

Das Angebot wird von der Förderung der Bewährungshilfe in Hessen getragen. Mehr Infos: www.fbh-ev.de. gha

Jetzt soll eine Plakataktion in Hanau, Bruchköbel und weiteren Kommunen des Main-Kinzig-Kreises auf das Angebot aufmerksam machen – auch weil Attacken in den eigenen vier Wänden während der Corona-Pandemie zugenommen haben, wie die Expert:innen aus den Frauenbüros der Stadt Hanau und des Kreises berichten.

Die Idee mit den Plakaten mit dem Slogan „Steig aus ...“, die an prominenten Stellen platziert werden und Männern einen Lösungsweg zeigen sollen, haben die Hanauer Frauenbeauftragte Monika Kühn-Bousonville, ihre Bruchköbeler Kollegin Claudia Krämer und die Ansprechpartner:innen der Männergruppe entwickelt, die von der Landeskoordinierungsstelle gegen häusliche Gewalt gefördert wird. Nach Angaben von Nimrich und Scheffl haben seit der Gründung vor 15 Jahren 235 Männer teilgenommen – 180 davon mit Auflagen des Gerichts oder Bewährungsweisungen.

Zentrale Ziele seien „die Entwicklung von Empathie für die Opfer“ und der „Zugang zu den eigenen verdrängten Gefühlen“. Für Männer, die Gewalt ausgeübt haben oder kurz davor waren, sei die Gruppe „der richtige Ort, um hier den Ausstieg zu finden“, sagt Scheffl, besonders mit Hilfe von Gesprächen und Gruppentraining. Gewalttätige Männer, so die Fachleute, schädigten die Opfer und sich selbst, befänden sich in einer Spirale von „Gewaltanwendung, Selbstausgrenzung und Frustration“, die es zu durchbrechen gelte. Oberstes Ziel sei der Opferschutz, das Beenden jeglicher Gewalt. gha

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