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Krankenhäuser und Rettungsdienste im Main-Kinzig-Kreis arbeiten schon wieder an der Belastungsgrenze.
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Krankenhäuser und Rettungsdienste im Main-Kinzig-Kreis arbeiten schon wieder an der Belastungsgrenze.

Corona-Pandemie

Main-Kinzig: Intensivstationen sind fast voll

  • Andreas Hartmann
    VonAndreas Hartmann
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Der Main-Kinzig-Kreis beklagt eine sich dramatisch zuspitzende Lage in den Krankenhäusern. Für Schwerstkranke bedeutet das weite Wege im Rettungswagen.

Der Landrat ist besorgt über immer vollere Intensivstationen – Grund dafür sind die hohen Corona-Fallzahlen, die weiter steigen. In den vier Kliniken liegen derzeit 49 Patientinnen und Patienten mit Covid 19, davon 15 auf den Intensivstationen. Wiederum zehn Menschen müssen beatmet werden. „Mittlerweile ist es denkbar, dass ein Patient mit einem Herzinfarkt über weite Strecken bis zu einem freien Behandlungsplatz in einem Krankenhaus gefahren werden muss, weil die Kapazitäten bei uns im Kreis erschöpft sind“, berichtet Thorsten Stolz (SPD). Die Lage im Kreis sei „höchst problematisch“.

Seit Tagen habe beispielsweise die Rettungsdienst bei Notfällen ein Problem: Es seien kaum noch freie Betten zu finden, sagt Manuel Wilhelm, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst im Main-Kinzig-Kreis. „Die Rettungsdienstteams können die nächstgelegene Klinik meistens gar nicht mehr ansteuern. Dann werden die nächsten Krankenhäuser im Umkreis kontaktiert, danach die noch weiter entfernt gelegenen. Das ist wertvolle Zeit, die alleine für die Logistik verstreicht. Hinzu kommen die längeren Transportzeiten mit oft kritisch kranken Patienten.“

Wenn alle Kliniken in vertretbarer Reichweite nämlich keine Kapazitäten mehr angeben, erfolgt die Patientenzuteilung als sogenannte Notzuweisung. Die eigentlich ausgelastete Klinik muss dann trotzdem Patienten vom Rettungsdienst übernehmen und weiter versorgen.

Die Kapazitäten fehlten zunehmend bei anderen Akutfällen, eine Besserung sei auf Monate hinaus nicht in Sicht, meint Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler (SPD). Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD), Aufsichtsratsvorsitzender des städtischen Klinikums, kündigt an, Stationen umzuwidmen und planbare Operationen zu verschieben. Nach den kräftezehrenden Monaten hätten Pflegekräfte den Beruf oder die fachliche Richtung gewechselt. aph

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