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Hanau

Linke in Hanau kritisieren IHK-Kooperation

  • Detlef Sundermann
    vonDetlef Sundermann
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Die IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern kooperiert bei Angeboten der Weiterbildung auch mit der Bundeswehr. Von der Linken kommt deshalb scharfe Kritik.

Die Partei die Linke kritisiert scharf die Kooperation von Bundeswehr und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern. In einem Pilotprojekt des Landeskommando Hessen offeriert die Bundeswehr unentgeltliche berufliche Weiterbildung für Zivilist:innen, vom Baugerätfahren bis hin zur Personalführung. Voraussetzung ist, dass sich die Teilnehmer:innen zu Reservist:innen ausbilden lassen, auch mit Dienst an der Waffe. Das Angebot wurde von der IHK als Option für Unternehmer:innen beworben, Beschäftigte statt in die Kurzarbeit zum „Bund“ zu schicken.

„Die Bundeswehr will ihre Rekrutierungsprobleme bei der Reserve lösen und ihr Image aufpolieren“, kommentiert die Bundestagsabgeordnete der Linken und Mitglied im Verteidigungsausschuss, Christine Buchholz. Der Bund inszeniere dazu den Reservedienst als Alternative zur Kurzarbeit und als kostengünstigen Ausgleich für Arbeitgeber:innen bei konjunkturellen Schwankungen, heißt es weiter. „Das ist nichts anderes als ein schamloses Spiel mit den Ängsten und Sorgen von Menschen, die aufgrund der Corona-Krise von Lohneinbußen und beruflicher Unsicherheit bedroht sind“, so Buchholz. Ein solidarischer Weg aus der Krise geht nur über die soziale Absicherung aller Beschäftigten“, fordert sie. Für den Hanauer Oberbürgermeisterkandidat der Linken, Jochen Dohn, stellt sich zudem die Frage, „welchen Mehrwert sollen denn die Frauen und Männer für ihren Beruf aus dieser besonderen Weiterqualifizierung ziehen? Als Scharfschützen auf Kundenfang gehen?“

Laut Landeskommando soll mit dem Projekt ein Nutzen für die Wirtschaft hergestellt und der Reservist:innenbestand erhöht werden. Letzterer sei mit Ende der Wehrpflicht 2011 um rund 50 Prozent gesunken, heißt es.

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