Mehr als 30 Lokale haben sie besucht: Richard Schaffer-Hartmann und Fotograf Jochen Stenger.
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Mehr als 30 Lokale haben sie besucht: Richard Schaffer-Hartmann und Fotograf Jochen Stenger.

Hanau Gastronomie-Führer

Küchen. Köche, Künstler

Richard Schaffer-Hartmann und Jochen Stenger schreiben einen Gastronomie-Führer für Hanau. Wenn er sich gut verkauft, gibt es im kommenden Jahr eine neue Ausgabe.

Von Sebastian Meineck

Richard Schaffer-Hartmann und Jochen Stenger schreiben einen Gastronomie-Führer für Hanau. Wenn er sich gut verkauft, gibt es im kommenden Jahr eine neue Ausgabe.

„Es ist kein Geheimnis, dass in Hanau viel umgebaut wird“, sagt Richard Schaffer-Hartmann. „Aber wenn Leute sagen, man könnte nirgendwo mehr hingehen, stimmt das nicht.“ In dem Magazin „Hanau nach Herzenslust“ stellt Richard Schaffer-Hartmann mehr als 30 Lokalitäten vor, die er für besonders besuchenswert hält: Restaurants, Bistros, Cafés. Mal süß, mal deftig, mal international, mal traditionell.

Persönliche Empfehlungen

Bis 2012 hat Schaffer-Hartmann die Museen der Stadt Hanau geleitet, nun hat er einen Streifzug durch die Hanauer Gastronomie unternommen. Mit der Kamera begleitet hat ihn dabei Jochen Stenger, der bekennt: „Es gibt in meinem Leben zwei wichtige Sachen: Kochen und Fotografieren.“

Die Auswahl des Gastronomie-Führers sei rein subjektiv, betont Schaffer-Hartmann, der sich mit Stenger über jedes Lokal beraten hat. Ein paar Köche haben für das Magazin sogar eigene Rezepte beigesteuert.

Außerdem hat Schaffer-Hartmann Porträts von Künstlern und Musikern geschrieben, die in den Lokalen zur Stammkundschaft gehören. „Essen und Trinken sind Ausdruck unserer Kultur“, sagt er. „Deshalb wollen wir in dem Magazin auch Kunsttreibende vorstellen.“

Für die Fotografien von Aufläufen, Lammkeulen und Kartoffelpralinen hat Jochen Stenger die Küchen der Restaurants besucht. „Einmal wurden viele Gänse gebraten, mit sieben Köchen und ich mittendrin!“, erzählt er. Ein andermal war er in einer kleinen Küche, nur wenige Quadratmeter groß, und hat gestaunt, „was da so alles herauskommen kann“. Mehr als ein Jahr lang hat Stenger mit Schaffer-Hartmann gearbeitet, rund tausend Fotografien von Speisen, Köchen und Künstlern sind entstanden.

Die Qual der Fotowahl hatte Manfred Nachtigal, der das Magazin gestaltet hat. Dabei lautete sein Motto: „Reduce to the max.“ Das heißt: maximale Wirkung durch reduzierte Text-, Bild- und Layoutelemente. Mit dem Paperback und dem kräftigeren Papier wolle sich das Produkt von anderen Hochglanz-Food-Magazinen abheben, so Nachtigal.

Eine Veröffentlichung im Magazinformat sei Neuland für den Cocon-Verlag, sagt Geschäftsführerin Kerstin Völker-Zahn. Der Verlag ist seit 23 Jahren in Hanau und hat bisher in Wanderführern Gastronomie-Tipps gegeben. Und zwar „immer aus eigener Empfehlung, denn das ist die Philosophie des Verlags“, betont Geschäftsführerin Völker-Zahn.

Fortsetzung möglich

Wenn es sich gut verkaufe, könnte im nächsten Jahr sogar eine nächste Ausgabe des „Genussmagazins“ erscheinen, so Verlegerin Annette Schulmerich.
Schaffer-Hartmann würde dann seinen Streifzug fortsetzen und verspricht: „Es gibt hier noch so manche interessante Lokale.“

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