Hanau

Kritik an maroder Wohnanlage

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Die Hanauer SPD-Fraktion kritisiert die Zustände in der Wohnanlage Kinzigheimer Weg.

Als „unzumutbar“ bezeichnen die SPD-Stadtparlamentsfraktionsvorsitzende Cornelia Gasche und ihre Stellvertreterin Ute Schwarzenberger in einer Mitteilung die sich weiter verschärfende Situation in der Wohnanlage im Kinzigheimer Weg.

„Es ist unerträglich, wie sich der Eigentümer verhält und in welcher Verantwortungslosigkeit er seine Mieterschaft hängen lässt. Es ist völlig unakzeptabel, dass der Eigentümer Dolphin für den eigenen Profit das Grundgesetz zu Lasten der Mieterinnen und Mieter ignoriert, in dem es heißt: Eigentum verpflichtet“, heißt es.

Bedauerlich sei auch die Haltung der Gerichte. Bereits Mitte 2017 habe die Bauaufsichtsbehörde der Stadt eine Ersatzvornahme beantragt, die vom Verwaltungsgericht Frankfurt untersagt wurde. Begründung: Die Herrichtung eines ordnungsgemäßen Zustandes liege ausschließlich in der Verantwortung der Eigentümerin.

Das Stadtparlament habe dann einstimmig beschlossen, sein Vorkaufsrecht zu nutzen und das Objekt zurück zu erwerben. Hiergegen habe „die bis heute untätige Eigentümerin“ geklagt, das Verfahren sei beim Landgericht Darmstadt anhängig. Ein Verhandlungstermin stehe aber noch immer aus.

Derweil schreite Verfall und Vandalismus voran, so die SPD-Fraktionsspitze. „Wertvolle Bausubstanz wird vernichtet, Mieterinnen und Mieter sind der Willkür eines verantwortungslosen Eigentümers ausgeliefert. Die SPD – wie das gesamte Stadtparlament – stehen an der Seite der Mieterschaft. Wir bedauern, dass Hanau bei seiner Vielzahl erfolgreich durchgeführter Stadtentwicklungsprojekte hier einem Fall von Immobilienspekulation ausgeliefert ist.“ 

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