Hanau

Kritik an Gutachten über Hanau

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CDU-Abgeordneter Heiko Kasseckert sieht die Auskreisung der Stadt unter Zeitdruck.

Wenn Hanaus Austritt aus dem Main-Kinzig-Kreis bis zum 1. April 2021 klappen soll, wird es „sportlich“. Das sieht der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Heiko Kasseckert so. Die Zeit renne davon.

Schuld gibt er in seiner Mitteilung dem Main-Kinzig-Kreis. Der habe mit der Erstellung eines Gutachtens das Beraten und Verhandeln um mehrere Monate verzögert, so Kasseckert in seiner Mitteilung. „Das Gutachten hat außer Kosten von rund 100 000 Euro wenig bis nichts Neues gebracht. Die zu klärenden Fragen lagen schon vor einem Jahr auf dem Tisch.“

In wenigen Monaten werde erwartet, dass Hanau die 100 000-Einwohner-Marke überschreitet und Hessens kleinste Großstadt wird. Das sei der Antrieb für das Anstreben der Kreisfreiheit. Bei der Gebietsreform 1974 seien Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern automatisch kreisfrei geworden, erinnert Kasseckert. Aktuell gebe es in der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) dazu aber keine Regelung, stellt er fest. Deshalb seien Befürchtungen aufgekommen, dass Hanaus Kreisfreiheitspläne zu Nachahmeffekten bei anderen Städten führten. Genau das werde aber mit einer aktuell geplanten Neuregelung geklärt, versichert Kasseckert: Städte unter 100 000 Einwohner müssten weiterhin kreisangehörig bleiben und haben keinen Anspruch auf Kreisfreiheit.

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