Hanau

Kriegskinder erzählen in Hanau

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Anlässlich des 75. Jahrestages der Zerstörung Hanaus findet eine Lesung statt. Weitere Termine sind ebenfalls geplant.

Im Rahmen der Ausstellung „Leben im Krieg. Perspektiven auf Hanau im Zweiten Weltkrieg“ anlässlich des 75. Jahrestags der Zerstörung Hanaus gibt es am Donnerstag, 12. März, 19 Uhr, eine Lesung von Sabine Bode im Roten Saal von Schloss Philippsruhe, kündigt die Stadt an. Die Journalistin und Autorin liest aus „Die vergessene Generation – Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen“. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht notwendig.

Menschen der Generation der Kriegskinder berichteten erstmals über ihre Kriegserlebnisse, so die Ankündigung. Noch nie habe es in Deutschland eine Generation gegeben, der es so gut ging wie den heute 60- bis 75-Jährigen. Doch man wisse wenig über sie. Mit Holocaust-Opfern habe man sich eingehend beschäftigt, mit der Kriegskindergeneration nie.

Weitere Termine im Rahmen der Sonderausstellung finden sich auf www.museen-hanau.de.

Ihnen sei vermittelt worden: „Sei froh, dass du überhaupt überlebt hast. Vergiss alles und schau nach vorne!“ Sie hätten den Bombenkrieg miterlebt oder die Vertreibung, ihre Väter waren im Krieg, in Gefangenschaft oder tot. Diese Erinnerungen seien bislang unter Verschluss gehalten worden. So sei auch in Hanau eine ganze Generation geprägt worden. Man funktionierte, baute auf, fragte wenig, jammerte nie, wollte vom Krieg nichts hören.

Am Donnerstag, 26. März, 19 Uhr, spricht Politikwissenschaftlerin und Autorin Katrin Himmler – Großnicht von Heiunrich Himmler – über „Die Brüder Himmler – Wie wurden Menschen im Dritten Reich zu Tätern?“ im Schloss Philippsruhe.

Die Ausstellung „Leben im Krieg. Perspektiven auf Hanau im Zweiten Weltkrieg“ stellt das Alltagsleben im Zweiten Weltkrieg in den Mittelpunkt.  

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