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Auf der Hochzeitsmesse war für jedes heiratswillge Paar das Passende dabei.
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Auf der Hochzeitsmesse war für jedes heiratswillge Paar das Passende dabei.

Hanau Hochzeitsmesse

Kostspielige Hochzeit

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Die 15. Hochzeitsmesse in Hanau präsentiert die Trends für 2014. Knapp 80 Aussteller locken zahlreiche Besucher mit Brautmode, Torten oder der perfekten Hochzeitsplanung. Auch die Kirche ist mit einem Stand vertreten.

Im Eilschritt und zumeist paarweise geht es zur Mittagszeit in den Paul-Hindemith-Saal des Congress Parks. Zuspätkommer konnten immerhin im 1. Rang noch einen Platz ergattern, bevor die textilen Hochzeitsträume in Weiß auf dem rot ausgelegten Laufsteg präsentiert wurden. Heiraten ist In und das offenbar auch im großen Stil. Knapp 80 Dienstleister rund um das Thema Hochzeit offerierten am Sonntag auf der 15. Hanauer Hochzeitsmesse ihre Angebote für Brautleute in spe. Bei der Festkleidung gibt man sich eher traditionell, ansonsten darf auch gerne mit den Konventionen gebrochen werden – zumindest spiegelt sich das als Trend wider.

Traum in Weiß

In einem historischen Wirtshaus kirchlich den Bund der Ehe schließen? Noch vor Jahren hätte manch Pfarrer die Augen bei dieser Vorstellung verdreht. „Vieles ist heute möglich, es muss nur in einem Gespräch geklärt werden“, sagte der Maintaler Pfarrer Helmut G. Müller, der mit seiner Hanauer Kollegin Heike Käppeler den Stand des Evangelischen Kirchenkreis Hanau betreute. Dass die Kirche auf der Messe zwischen Brautmodenanbieter, Hochzeitsplanern oder Hersteller von mehrstöckigen Torten auch ihren Platz einnehmen muss, hält Käppeler für selbstverständlich. Man sieht sich als Anlaufstelle für Paare, die den Lebensbund mit dem Segen Gottes schließen wollen, die jedoch „keinen Kontakt zu ihrer Ortskirche haben oder der Kirche allgemein distanziert gegenüber stehen“. Mit ihrem Stand ist die Kirche seit Beginn dabei, sagte Käppeler. Ihre katholischen Amtskollegen hätten sich trotz Einladung bislang zu diesem Schritt der Öffnung nicht durchringen können, so die Pfarrerin.

Als Grund für eine Hochzeit in Weiß muss die kirchliche Trauung bei Heiratswilligen jedoch nicht mehr herhalten. „Vor allem an den Wochenenden wird oft in Weiß geheiratet“, berichtete Standesbeamtin Anita Brodowski. Dies sei oft im Trauzimmer von Schloss Philippsruhe der Fall, wo besonders gern Paare die Ringe tauschen. Die Terminnachfrage sei deshalb zwischen April und September sehr hoch. Damit im Schloss an den Wochenendtagen nicht im Akkord Ja gesagt werden muss, gibt es nicht mehr als acht Trauungen pro Wochenendtag. Wenig regulierende Wirkung besitzt offenbar der Aufschlag von 260 Euro zu der üblichen Standesamtgebühr von 40 Euro.

Caterer und Livemusik

„Besonders beim ersten Mal sollte es an nichts fehlen“, meinten Katie und Curt aus Frankfurt. Dazu gehört für die beiden Mittzwanziger nicht nur die auf den Millimeter sitzende Kleidung. Nicht nachstehen im Anspruch soll auch die Party mit Verwandten und Freuden nach dem offiziellen Teil des Tages. Caterer oder Livemusik, auch diese Optionen wurden auf der Messe geboten. Musiker stellten ihr Können mal mit romantischen, mal mit fröhlich-keckem Gesang vor. Frech dürfen ebenfalls die Hochzeitsfotos ausfallen, sagte Jens Werner, der im Rodgau ein Studio betreibt. Der Biker, der während eines kleines Kunststücks seine Angetraute in Weiß küsst, ist nur ein Beispiel, das er dabei hat. „Viele Leute wissen einfach nicht, was alles geht.“ Caterer, Fotograf, der individuelle Ehering vom Goldschmied und vielleicht noch die weißen Tauben, die man nach den Ja-Wort steigen lässt, verlangen neben der Ausgabe für die Festkleidung ein großes Budget. Veranstalter Stefan Bahn hat darauf reagiert. Erstmal gab es einen Abverkauf von Vorsaisonware. „Brautmode ist ab 99 Euro zu haben“, bemerkte er. Das so gesparte Geld kann etwa in ein Luxusleihauto oder für die Zeit nach der Ehe investiert werden. Jedoch waren die Notare für Eheverträge auf der Messe keineswegs so umlagert, wie etwa die Schneider.

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