Hanau

Kinderrechte im Fokus

  • Jochen Dietz
    vonJochen Dietz
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Stadt hat fast alle Unicef-Vorgaben erfüllt. Bis 2018 ist noch Zeit, alles umzusetzen.

Die Stadt Hanau sei „auf der Zielgeraden“, was die Umsetzung von Kinderrechten und der Teilhabe von Kindern an der Gestaltung der Stadt und der Stadtgesellschaft betrifft. Zu diesem Ergebnis kommt Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (SPD) in einer Mitteilung der Stadt.

Im Juni 2014 hatte Hanau als erste deutsche Kommune von Unicef und dem Deutschen Kinderhilfswerk das Siegel „Kinderfreundliche Kommune 2014–2018“ erhalten. Somit habe die Stadt noch fast ein Jahr Zeit, alle Vorgaben und Ziele komplett zu erfüllen.

Mit der Siegelvergabe auf Grundlage eines Aktionsplanes seien einerseits die langjährigen Aktivitäten der Stadt für das Wohl von Kindern und Jugendlichen gewürdigt worden, andererseits verstehe sich die Auszeichnung auch als Ansporn, nicht nachzulassen.

Es sei viel passiert, so Weiss-Thiel, etwa bei der Einbindung von Kindern in demokratische Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse. So sei es inzwischen Standard, dass Kinder gefragt werden, wenn Spielplätze gebaut oder neu gestaltet werden sollen.

„Wir haben den Aktionsplan gut umgesetzt, auch Kinderwünsche berücksichtigt, die nicht zu den Anforderungen zählen, insbesondere, was Kulturangebote für Kinder betrifft“, so Weiss-Thiel und weist auf das „Kinderkultourprogramm“ und das geplante Brüder-Grimm-Mitmachmuse-um hin. Der Schwerpunkt des Aktionsplans liege jedoch auf Beteiligungsstrukturen und Partizipation für Kinder und Jugendliche. So nennt er etwa die Installation eines neuen Kinder-und Jugendbüros im Rathaus sowie Schulungen für Grundschullehrkräfte zum Thema Kinderrechte und den Kinderrechtefachtag. Das Kinder- und Jugendbüro werde regelmäßig von Kitas besucht, die Veränderungsvorschläge für die Stadt haben.

Zweimal im Jahr treffen sich alle bundesweit 13 kinderfreundlichen Kommunen zum Workshop und Informationsaustausch. Hanau war in diesem Jahr Gastgeber des Treffens. 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der ganzen Republik waren da, darunter auch Vertreter aus dem „Neuzugang“ Garmisch-Patenkirchen. jo

Mehr Infos: www.kinderfreundliche- kommunen.de.

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