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Hanau: Kinder sollen mehr mitbestimmen

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Hanau darf das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ behalten, muss aber weitere Fortschritte machen.

Ein regelmäßiges Kinderplenum, in dem sich Acht- bis 14-Jährige politisch beteiligen können. Kurse für städtische Mitarbeiter, um die Verwaltung kinderfreundlicher zu machen. Projekte, die Kinder und Jugendliche für Klimaschutz und Gesundheit sensibilisieren sollen – diese und andere Ziele muss die Stadt Hanau bis 2021 erreichen, um ihre Verpflichtungen als „Kinderfreundliche Kommune“ zu erfüllen. Der gleichnamige, von Unicef und dem Kinderhilfswerk getragene Verein hat das Siegel für die Stadt jetzt um drei Jahre verlängert.

Die bundesweite, 2012 gestartete Initiative will erreichen, dass Kinderrechte konsequenter umgesetzt werden, besonders das Recht auf Mitbestimmung. Hanau war im Juni 2014 die erste Kommune, die das Zertifikat erhielt. Mittlerweile nehmen 21 Städte und Gemeinden teil, darunter Eltville, Taunusstein, Mannheim, Köln und Wolfsburg.

Hanau habe in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von Fortschritten erzielt, sagt Dominik Bär, Geschäftsführer des Vereins, der die Umsetzung der Aktionspläne prüft. Mit der Verlängerung verpflichte sich die Stadt dazu, ihre Kinderfreundlichkeit weiter zu verbessern.

Positiv bewertet Bär etwa, dass Hanau im Rathaus ein Kinder- und Jugendbüro als zentrale Anlaufstelle eingerichtet hat, junge Hanauer bei der Gestaltung von Spielplätzen mitreden dürfen und Lehrkräfte geschult wurden, um Kinderrechte besser zu vermitteln. In den vergangenen Monaten bestimmte zudem ein Kinderkomitee den Aufbau des kürzlich eröffneten Mitmachmuseums „GrimmsMärchenReich“ mit. Das Siegel habe das Bewusstsein in der Verwaltung geschärft, „Spielraum“ geschaffen und dadurch wesentlich zu positiven Veränderungen beigetragen, heißt es im städtischen Abschlussbericht.

Bis 2021 soll beispielsweise noch die Mitsprache bei der Stadt-, Freiraum und Verkehrsplanung ausgebaut werden. 

www.kinderfreundliche-kommunen.de

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