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Pächter gesucht: Amphitheater am Schloss Philippsruhe.
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Pächter gesucht: Amphitheater am Schloss Philippsruhe.

Kultur in Hanau

Kaminsky krempelt um

  • Wiebke Rannenberg
    VonWiebke Rannenberg
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Hanaus Oberbürgermeister und Kulturdezernent erneuert den Kulturbereich: Theatervorstellungen werden von einem Verein organisiert, das Amphitheater wird verpachtet, für Museen und Bibliotheken werden ehrenamtliche Helfer geworben, und der neu organisierte Fachbereich Kultur hat einen neuen Chef.

Theatervorstellungen werden von einem Verein organisiert, die Stadt verpachtet das Amphitheater, für Museen und Bibliotheken werden ehrenamtliche Helfer geworben, und der neu organisierte Fachbereich Kultur hat ab sofort einen neuen Chef: Martin Hoppe, bisher für Stadtgeschichte und Stadtidentität zuständig, macht einen Sprung an die Spitze und ist ab sofort für 50 Mitarbeiter zuständig. Der bisherige Kulturchef Klaus-Dieter Stork, seit 2001 im Amt, behält seine Bezeichnung Kulturmanager. Er verliert aber die Leitungsfunktion und wird auf der neu geschaffenen Stabsstelle Kulturmanagement einen Kulturentwicklungsplan für Hanau schreiben und dabei Hoppe unterstellt sein.

Das sind nur einige der Neuerungen, die Hanaus Oberbürgermeister und Kulturdezernent Claus Kaminsky (SPD) am Donnerstag vorstellte und als „die fundamentalste Änderung im Kulturbereich, die Hanau je gesehen hat“, bezeichnete. Mit der neuen Struktur will Kaminsky 600 000 Euro weniger für Kultur in Hanau ausgeben. Darin sind 300 000 Euro Personalkosten für sechs Stellen enthalten. Damit soll der Kulturetat von 2,9 auf 2,3 Millionen Euro sinken. So will der Kämmerer im eigenen Dezernat mit gutem Sparvorbild vorangehen und die geforderten 20 Prozent kürzen – und dabei trotzdem „möglichst viel Kultur anbieten“.

Dabei sei aber die Rasenmähermethode nicht sinnvoll, sagte Kaminsky. Da er die Brüder-Grimm-Festspiele von Kürzungen ausgenommen hatte, müssen in anderen Bereichen sogar fast 30 Prozent gespart werden. Das hätte zum Beispiel beim Verein Volksbühne „zum Ende geführt“, sagte er. Deshalb will er die Organisation des Sprechtheaters in private und ehrenamtliche Hände geben, dafür bekommt der Verein Volksbühne 350 000 statt 278 000 Euro.

Für die Saison 2014/15 hat der Verein für seine rund 2000 Mitglieder und den freien Verkauf 32 Vorstellungen von Tourneetheatern im Comoedienhaus und im Congress Park geplant. In städtischer Verantwortung sind weitere 30 Veranstaltungen für Erwachsene und Kinder, sagte Vereinsvorsitzender Hans-Otto Bien – und kündigte mit Kaminsky an, dass es weniger Theatervorstellungen werden.

Trennen wird sich die Stadt auch vom Management des Amphitheaters. Es bleibt im Besitz der Stadt, soll aber verpachtet werden – unter der Bedingung, dass die Brüder-Grimm-Festspiele, die in städtischer Hand bleiben, weiterhin dort laufen. Er rechne damit, dass die Pacht eines privaten Veranstalters höher sein werde als das, was die Stadt jetzt erziele, sagte der OB.

Für die Bürgerinnen und Bürger sei es nicht wichtig, wer eine Veranstaltung anbiete, sagte Kaminsky. Sie wollten ein vielfältiges Angebot. Es sei „den Menschen wurscht, wer der Veranstalter ist“, sagte er und betonte, jeder kulturelle Beitrag habe „den gleichen Wert“, egal ob er städtisch, kommerziell oder aus Idealismus angeboten werde.

Neue Aufgaben bekommt auch Bernd Michel vom Veranstaltungsbüro, der für die Organisation von Bürgerfest und Lamboyfest bekannt ist. Er und sein Team übernehmen weitere Veranstaltung wie den Kultursommer und Kultur für Kinder.

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