Hanau

Haus des Jugendrechts

  • Jochen Dietz
    vonJochen Dietz
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Die Wählergruppe Forum Gemeinsames Hanau (FGH) möchte mit Offenbach kooperieren, um das Modell zur Eindämmung von Jugendkriminalität zu ermöglichen.

Die Wählergruppe Forum Gemeinsames Hanau (FGH) regt ein Haus des Jugendrechts für Hanau an. Dazu solle mit der Stadt Offenbach kooperiert werden, die ebenfalls eine solche Einrichtung anstrebt, heißt es in einer FGH-Mitteilung. Und das Offenbacher Haus könnte mit für Hanau zuständig sein.

Häuser des Jugendrechts gelten als Erfolgsmodell zur Eindämmung von Jugendkriminalität. In ihnen arbeiten Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendgerichtshilfe unter einem Dach, um kurze Wege und schnelle Sanktionen bei Straftaten zu ermöglichen. Bislang gibt es hessenweit drei Häuser des Jugendrechts: zwei in Frankfurt, eins in Wiesbaden. Auch in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz gibt es diese Einrichtung seit Jahren.

Hanau solle nun gemeinsam mit Offenbach und dem hessischen Justizministerium prüfen, ob nicht ein erweiterter Zuständigkeitsbereich für das geplante Offenbacher Haus des Jugendrechts möglich wäre. Lägen doch beide Städte im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Südosthessen. Aus Kosten- und Effizienzgründen werbe man als FGH für eine interkommunale Zusammenarbeit von Anfang an auch in Sachen Jugendkriminalität. Ein gemeinsames Haus des Jugendrechts könne vor allem aber Synergieeffekte für die regionalen Strafverfolgungsbehörden unter einem Dach hervorbringen.

Bei Häusern des Jugendrechts komme das Land Hessen in der Regel für die Kosten von Polizei und Staatsanwaltschaft auf, während die Kommunen für die Personalkosten der Jugendgerichtshilfe und die anteiligen Mietkosten aufkämen. jo

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